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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 20:32 Uhr

Klinikum : Wichtige Hilfe beim Start ins Leben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gesundheitsministerin Kristin Alheit übergibt einen Förderbescheid über 1,2 Millionen Euro an das Klinikum Itzehoe. Damit wird der Umbau des Perinatalzentrums unterstützt.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 11:45 Uhr

1346 Babys wurden im Jahr 2012 im Klinikum Itzehoe geboren – und von der ersten Sekunde an waren sie bestens versorgt, selbst dann, wenn sie beim Start ins Leben Pech hatten und viel zu früh oder krank zur Welt kamen. Als vom Sozialministerium ausgewiesenes Perinatalzentrum Level 1 bietet das Klinikum die höchste Versorgungsstufe für Neu- und insbesondere Frühgeborene im Südwesten Schleswig-Holsteins. Schon 2005 wurde das Itzehoer Krankenhaus als babyfreundlich ausgezeichnet, weil es die Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation und des Kinderhilfswerks Unicef erfüllte – als erstes Klinikum im Land.

Die Arbeit der Itzehoer Geburtsstation sei „anerkannt hervorragend“, lobte Gesundheitsministerin Kristin Alheit gestern bei einem Besuch in Itzehoe. Und damit das auch so bleibt, hatte sie einen Förderbescheid über 1,2 Millionen Euro dabei. Mit diesem Geld werden Umbaumaßnahmen im Bereich der Geburtshilfe unterstützt, um die Ausstattung der Station auf dem Niveau des Level 1 sicherzustellen. Insbesondere durch die höhere Zahl an Frühchen, die in Itzehoe betreut werden, ergeben sich besondere Anforderungen.

Auf der Entbindungsstation ist unter anderem ein vierter Kreißsaal geplant. Außerdem soll der Reanimationsraum direkt an den Sectio-OP, wo Kaiserschnitte ausgeführt werden, angebunden werden. Auf der Neugeborenen-Intensivstation ist eine Neuordnung vorgesehen, durch die auch mehr Platz gewonnen wird. Die Wochenstation soll als größere zusammenhängende Einheit als so genannter L-Stationstyp mit zentralem Pflegestützpunkt neu gestaltet werden. Außerdem ist die Umwandlung der Drei-Bett- auf Station 23 zu Zwei-Bett-Zimmern vorgesehen – inklusive Einbau von größeren Badezimmern mit Dusche. Durch die Überbauung von Dachflächen wird Platz für zwei Arztzimmer sowie einen Aufenthaltsbereich geschaffen.

Moderne Geburtshilfe sei ein wichtiger Baustein, gutes Aufwachsen beginne mit der Geburt. Und die Unterstützung für Familien sei auch mit Blick auf den demografischen Wandel wichtig, sagte Alheit. Man müsse erst lernen, mit einem Kind umzugehen, und es sei gut, dass Eltern dabei geholfen werde. Deshalb freue sie sich besonders, dies mit dem Förderbescheid unterstützen zu können. „Wir tun damit etwas für die Neugeborenen, für die Mütter, für die Familien. Und wir stärken damit auch die Region“, betonte die Ministerin.

„Wir kommen damit einen Schritt weiter, um im Wettbewerb zu bestehen“, sagte Dr. Reinhold Wenzlaff, Vorsitzender des Klinik-Zweckverbands.

Auch Klinikdirektor Bernhard Ziegler freute sich über die Förderung der Maßnahmen, die insgesamt 1,674 Millionen Euro kosten. „Der Förderbescheid ist höher ausgefallen als erwartet“, sagte er. „Wir haben im Sozialministerium einen echten Partner, der außerordentlich kooperativ ist.“

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