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Bürgermeister-Bilanz : Wichtig: Mit Bürgern im Gespräch

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Delf Bolten zieht nach einem Jahr seiner Amtszeit in Wewelsfleth ein positives Resümee. Er betont die hervorragende interfraktionelle Zusammenarbeit.

Er hat sich in seiner jetzt 24-jährigen Mitarbeit ein umfassendes kommunalpolitisches Wissen angeeignet. Eine Grundvoraussetzung für Delf Bolten, vor einem Jahr für das Ehrenamt des Bürgermeisters in Wewelsfleth zu kandidieren. Bei der entscheidenden Wahl wurde der 66 Jahre alte Christdemokrat zum neuen Dorfchef gewählt. Zufrieden blickt er auf das Erreichte zurück, wenngleich auch noch große Aufgaben zu erledigen sind.

„Ich war damals der einzige Kandidat“, erzählt Delf Bolten, der von allen Fraktionen an die Spitze der Gemeindevertretung berufen wurde. Die CDU verfügt über fünf Mandate, die SPD und UWG über jeweils vier Sitze im Gemeinderat. In der Vergangenheit war Delf Bolten – hauptberuflich Inhaber einer Agentur der Itzehoer Versicherung in Wilster – unter anderem Vorsitzender des Finanzausschusses, zusätzlicher Vertreter der Gemeinde im Amtsausschuss, Mitglied der Schulverbandsversammlung und des Schulbauausschusses und leitete den Bauausschuss des Amtes Wilstermarsch zu der Zeit, als es um die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes durch einen Anbau ging.
„Die Zusammenarbeit in der Gemeindevertretung mit allen Fraktionen ist hervorragend“, ist der Bürgermeister ebenso stolz wie dankbar. Mit seinen beiden Bürgermeister-Stellvertretern Frauke Förthmann-Evers von der UWG und Werner Hoffmann von der SPD trifft sich der Dorfchef alle 14 Tage zu einer „Lagebesprechung“. Sie schließt sich der Bürgermeister-Sprechstunde, die er an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat im Gemeindebüro in der Mehrzweckhalle abhält, an. Das direkte Gespräch mit den Bürgern ist ihm wichtig.

„Im ersten Jahr meiner Tätigkeit als Bürgermeister ist sehr viel von dem gemacht worden, was sich die Fraktionen bei der Kommunalwahl auf ihre Fahnen geschrieben hatten.“ Er erinnert an die Schaffung der U3-Plätze im Kindergarten und die Einzäunung ihres Außenspielplatzes, Maler- und Dacharbeiten am Kita-Gebäude und an neue Spielgeräte auf den Spielplätzen im Dorf. Der Gehwegausbau in Humsterdorf konnte nach vier Bauabschnitten erfolgreich abgeschlossen werden, und mit Pflasterarbeiten und Bau eines Wartehäuschen an der Bushaltestelle konnte eine Gefahrensituation am Eingang zum Neubaugebiet An der Wettern entschärft werden. Auf dem Bauhof wurde ein lange geplanter Geräteschuppen für Fahrzeuge und Geräte errichtet.

Und die Arbeiten gehen weiter. In den nächsten Wochen soll die Straße Fielweg innerhalb des Dorfes durch den Wegeunterhaltungsverband neu asphaltiert werden. Die Gemeinde will eine Deckenerneuerung zwischen der Neubau- und der Reparaturwerft noch in diesem Jahr vornehmen. Für den Hafen wurden drei gebrauchte Schlengel gekauft und grundüberholt. Für 2015 steht die Ausrüstung der Feuerwehr mit Digitalfunk an.

Ein Zukunftsprojekt, das wegen der Millionen-Kosten über mehrere Jahre gestreckt werden soll, sind die Sanierungsarbeiten an der Kanalisation als Folge der Selbstüberwachungsverordnung (Süvo). „Die größten Schäden mussten wir sofort sanieren“, berichtet Delf Bolten. Als nächstes wird die Regenwasserkanalisation in der Schulstraße angepackt, nachdem es bei Starkregen mehrfach zu Überflutungen bei zwei Wohnhäusern kam.

Die Erschließung eines neuen Baugebietes „haben wir zwar im Kopf, aber noch nicht auf den Weg gebracht“, räumt der Bürgermeister ein. Voraussetzung sei noch die Erstellung eines Flächennutzungsplanes, aus dem dann einzelne Bebauungspläne zu entwickeln seien. „Aber das ist noch Zukunftsmusik“, so Bolten. Er vertritt als Dorfchef rund 1400 Einwohner auf einer rund 2000 Hektar großen Gemeindefläche.

„Wir sind schuldenfrei“, bemerkt der Bürgermeister trotz eines Defizits im zurückliegenden Haushaltsjahr. Die Gemeinde sei deshalb zum sparsamen Wirtschaften aufgefordert, verfüge aber immer noch über ein Eigenkapital von 2,9 Millionen Euro.

Nach der 125-Jahr-Feier der örtlichen Feuerwehr soll auch im nächsten Jahr wieder gefeiert werden – insbesondere das „Schnapszahljubiläum“ des 777. Gemeindegeburtstages. Es ist denkbar, dass diese 777-Jahr-Feier mit einem kleinen Jahrmarkt verbunden werde, der in diesem Jahr ausgefallen sei. Im Rahmen der Feier sollen Filme aus dem Gemeindeleben der 50er und 60er Jahre vorgeführt werden. Sie wurden damals von Max Wittfoth mit einer Super-8-Kamera aufgenommen und jetzt von dessen Witwe Helga Wittfoth zur Verfügung gestellt. Der erste Film wurde bereits auf CD digitalisiert.


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