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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 23:45 Uhr

Wewelsfleth macht Weg frei für Windpark

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2013 | 05:02 Uhr

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat die Wewelsflether Gemeindevertretung jetzt den Entwurf eines Gestattungsvertrages für die Nutzung eines gemeindeeigenen Weges als Zufahrt in den geplanten Windpark Dodenkop/Riep/Kleinwisch beraten und anschließend auch einstimmig genehmigt. Bürgermeister Delf Bolten nahm an dieser Beratung und Beschlussfassung nicht teil, da er als Onkel des Mitbetreibers Torsten Bolten als befangen gilt.

Im Windpark sind sieben Drei-Megawatt-Windkraftanlagen geplant, davon eine auf Wewelsflether und sechs auf Beidenflether Gebiet. Deren Investoren sind für die Wewelsflether Anlage die Windpark Kleinwisch GmbH & Co. KG mit Torsten Bolten sowie auf Beidenflether Gebiet zum einen die Windpark Beidenfleth Planungs-GbR mit Sönke Krey, Ralf Doberstein und Gerd Sievers und zum anderen die in Itzehoe ansässige Prokon Regenerative Energie GmbH.

Mit dem Gestattungsvertrag gibt die Gemeinde Wewelsfleth grünes Licht für eine verkehrliche Anbindung des Windparks über den Gemeindeweg an das öffentliche Straßennetz. Bedingung ist allerdings, dass der Weg nach Abschluss des Windpark-Aufbaus von den Betreibern wieder instandgesetzt werden muss.

Zu Beginn der öffentlichen Sitzung hatte die in Kleinwisch wohnend Anliegerin Elke Gastell die nichtöffentliche Beratung dieses Tagesordnungspunktes scharf kritisiert. Sie könne nicht begreifen, warum sie keine Einsicht in den Vertragsentwurf nehmen könne. Schließlich könnten ja Kosten auf sie als Anliegerin zukommen, argwöhnte sie. Ihrer Meinung nach sollten Belange öffentlicher Straßen und Wege auch öffentlich behandelt werden. Sie könne sich des Eindrucks nicht erwehren, „dass hier etwas gemauschelt und versteckt werden soll“.

Sowohl Sven Baumann aus dem Amt Wilstermarsch als auch die stellvertretende Bürgermeisterin Frauke Förthmann-Evers widersprachen. Die Betroffenen hätten in der Vergangenheit bereits in einer Bauausschusssitzung ihre Anregungen, Ideen und Bedenken vorbringen können, die dann in den endgültigen Vertragsentwurf eingeflossen seien. Das Recht lasse es nicht zu, Vertragsangelegenheiten öffentlich zu behandeln, wenn einzelne Vertragspartner dieses nicht ausdrücklich erlaubt hätten. „Diese Zustimmung ist hier aber nicht erteilt worden“, stellte Baumann fest.

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