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keine Auffälligkeiten : Wewelsfleth, die Kindersandspielkiste

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Auswertung des Krebsregisters und Ergebnisse der Bodenuntersuchungen werden öffentlich vorgestellt.

von
erstellt am 11.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Die Auswertung des Krebsregisters bis 2012 und die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen in Wewelsfleth liegen vor – und weisen keinerlei Auffälligkeiten auf. Sie werden in einer Einwohnerversammlung am Donnerstag, 15. Mai, um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle vorgestellt. Erläutert werden die Ergebnisse von Dr. Birger Heinzow vom Landesamt für soziale Dienste, Matthias Gieke vom LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) sowie Joachim Wiese vom Umweltamt des Kreises Steinburg. „Alle Bürger sind eingeladen, dort teilzunehmen und den Fachleuten ihre Fragen zu stellen“, betont Bürgermeister Delf Bolten.

In der Vergangenheit machte Wewelsfleth sogar international Schlagzeilen wegen signifikant hoher Krebsraten insbesondere im Jahr 2007. „In England und in den USA war vom Todesdorf die Rede“, so Delf Bolten. „Das hat unserem Dorf nicht gutgetan.“ Der Gemeinderat um Boltens Amtsvorgänger Ingo Karstens wollte Gewissheit haben. „Wir haben im Sozialministerium diskutiert, woran das liegen könnte.“ Probeuntersuchungen wurden eingeleitet. Insgesamt neun Bodenproben nahm eine Gruppe Wewelsflether mit Ingo Karstens an der Spitze – „nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern nach bestimmten Kriterien“, so Bolten. Beispielsweise auf einer Fläche, auf der sich früher mal eine Dorfmüllkippe befand. „Es waren Grundstücke von Dammducht über Deichrandgebiete bis Humsterdorf und Uhrendorf. Lang ist die Liste der Schadstoffe, auf die die Proben untersucht wurden. „Auch die Liste wird erklärt werden.“ Bolten fügt erleichtert hinzu: Dr. Filipinski, Leiter des Untersuchungsteams, habe gesagt, dass man angesichts der Untersuchungsergebnisse ganz Wewelsfleth zu einer Kindersandspielkiste machen könnte. Untersucht wurde übrigens sowohl in landeseigenen als auch in externen Labors.

Ebenso erläutert wird das Krebsregister, wonach die Krebsrate Wewelsfleths nach 2007 stetig abgenommen habe, seit 2011 im „normalen“ Bereich liege und danach sogar unter den Landesdurchschnitt gesunken sei. Und, so Bolten: „Gerade die Krebserkrankungen, die auf Belastungen durch ein Kernkraftwerk zurückzuführen wären, haben wir in Wewelsfleth nicht.“ Bürgermeister Bolten hofft, dass die Wewelsflether mit diesem Ergebnis jetzt auch zur Ruhe kommen.

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