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Kreismeisterschaft des DEHOGA : Wettstreit zwischen Herd und Tisch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Fachwissen war gefragt: Gastronomie-Auszubildende kämpfen in ihren Fachbereichen um Pokale.

shz.de von
erstellt am 09.Nov.2017 | 14:32 Uhr

Festlich, aber konzentriert und ein bisschen aufgeregt ging es zu bei der Kreismeisterschaft der Kreisvereine des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Steinburg und Pinneberg. 36 Absolventen aus den dritten Ausbildungsjahren der fünf gastronomischen Berufe – Köche, Restaurantfachfrauen, Hotelfachleute, Fachleute für Systemgastronomie und Fachkräfte im Gastgewerbe kämpften um Punkte.

Am Vormittag wurde das theoretische Wissen geprüft, einzig die Warenerkennung war identisch. Dabei galt es 15 Positionen aus allen Bereichen wie Tonkabohnen, Fischbesteck, Schweine- und Matjesfilet, Bierwärmer, Butternusskürbis oder eine Skirtingklammer (für Tischvorhänge) zu erkennen. Unter dem Motto „Beef and Fish“ hatten die Köche erstmalig bereits vor den Herbstferien ihren Warenkorb erhalten und mussten ihr Menü festlegen. „Das gab ihnen die Möglichkeit zum Üben, um sich bestmöglich darzustellen“, erklärte Prüfer Frank Prüß. Der Chefkoch stellte seine Küche und übrigen Räume für den Wettkampf zur Verfügung. Aus den Hauptbestandteilen Wolfsbarsch, Kalbsrücken, Herbstgemüse sowie Äpfel und Quitten mussten Vorspeise, Hauptgang und Dessert kreiert werden. Am Prüfungstag gab es als zusätzliche Herausforderung noch den Auftrag, eine Steckrübensuppe zu kochen.

Ebenso umfangreich waren die Aufgaben bei den anderen Berufen. Die Fachkräfte im Gastgewerbe mussten unter anderem nach dem Wettbewerbs-Motto zwei belegte Brötchen mit Roastbeef und Fisch zubereiten und einen Tischaufsteller dafür entwerfen. Die Systemgastronomen arbeiteten ein Konzept zur Warenoptimierung, eine Präsentation und Kalkulation aus. Betten beziehen, ein englisches Rezeptionsgespräch und ein Rumgrog standen bei den Hotelfachleuten auf dem Plan. Umfangreich mit Forelle filetieren und Crêpe Suzette am Tisch des Gastes bereiten, Spirituosen- und Weinerkennung ging es bei den Restaurantfachleuten zu. Diese mussten für den Dinnerabend die Tische eindecken, wobei sie aus ihrer Konzentration gerissen wurden, um eine Silberhochzeit mit dem Gast zu besprechen. Auch dies eine Prüfungsaufgabe, wie sie sich im wahren Berufsleben ereignen könnte. „Die Kreismeisterschaften um den Elbmarschenpokal gelten prüfungsvorbereitend“, betonte Pinnebergs Dehoga-Vorsitzender Jürgen Schumann bei der Begrüßung im Landgasthof „Zum Dückerstieg“ in Neuendorf-Sachsenbande. Ernst-Otto Prüß, Vorsitzender der Dehoga Steinburg, hatte die Wettkampfteilnehmer durch den Vormittag begleitet. Am Abend hatten die Kollegen aus Pinneberg das Wort. Die Siegerehrung nahm Jugendwartin Claudia Böhm gemeinsam mit Joachim Gnewuch und Frank Prüß vor und überreichte Präsente sowie die begehrten Elbmarschenpokale.

Von den Kochauszubildenden überzeugte das Menü von Falk Flemming Behncke aus dem Restaurant Von Stamm in Uetersen. Behncke hat bereits vor zwei Jahren den Elbmarschenpokal als Restaurantfachmann gewonnen und trat jetzt erneut an. „In der Küche ist das eine ganz andere, enorme Anspannung“, sagte der angehende Koch während des Wettkampfes. Als beste Restaurantfachfrau wurde Novka Krüger vom Jagdhaus Waldfrieden in Bilsen ausgezeichnet. Lena Clasen vom Hotel Krupunder Park in Rellingen holte sich als beste Hotelfachfrau den Pokal. Bei den Systemgastronomen siegte Hannah-Carolin Maske von der Bäckerei Balzer in Marne. Der Gewinner bei den Fachkräften im Gastgewerbe ist Mike Sibbert vom McDonalds Restaurant in Elmshorn.

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