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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 16:19 Uhr

Sportcamp : Westernreiter im Trainingslager

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Oldendorfer Ehepaar Silke und Kai Lahann organisierte einwöchiges Breitensport-Camp mit 27 Teilnehmern

Wer Reitsportveranstaltungen im Kreis Steinburg besucht, wird am ehesten Bilder des Springens und der Dressur zu sehen bekommen. Weniger bekannt ist dagegen eine Disziplin, die in den vergangenen Jahren zwar immer mehr Freunde gefunden hat, die aber weniger im Blickpunkt steht als das spektakuläre Springen oder die anmutige Dressur – das Westernreiten.

Dass das anders wird, dafür setzt sich insbesondere das Ehepaar Kai (51) und Silke Lahann (43) aus Oldendorf ein. Beide Pferdefreunde sind von Haus aus Englischreiter, bringen also Erfahrungen im Springen und in der Dressur mit. Dem Westernreiten haben sie sich bereits vor mehr als 20 Jahren verschrieben. Organisiert sind sie im Reit- und Fahrverein Wilster und in der „Ersten Westernunion Deutschland“ (EWU). Teil ihres Engagements ist die Organisation des so genannten „EWU Breitensport Camp“, das Kai und Silke Lahann seit 2011 für die EWU Hamburg/Schleswig-Holstein ausrichten – zuerst auf ihrer eigenen Anlage in Oldendorf und in den Folgejahren in Grabau, nachdem sich herausgestellt hatte, dass ihr eigenes Areal dafür eigentlich zu klein ist.

In diesem Jahr begrüßten sie zu der einwöchigen Veranstaltung auf der im Kreis Stormarn gelegenen Ramm-Ranch 27 Teilnehmer aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern – darunter mit Melanie Hoff (31/Christinenthal), Belana Kulik (17/Willenscharen) und Victoria Grüning (15/Itzehoe) auch drei Teilnehmerinnen aus dem Kreis Steinburg.
Gearbeitet wurde jeweils morgens und nachmittags in vier Gruppen: Während zwei davon in Halle oder Außenplatz ritten, sammelten die anderen zwei praktische und theoretische Erfahrungen in so genannten Workshops. Vermittelt wurden das Wissen rund um das Reiten und der korrekte Umgang mit dem Pferd einerseits von Ausbildern und andererseits von Referenten.

Unter den Organisatoren, Instruktoren und Referenten waren mit Kira Zornig (18/Oldendorf), Natascha Howaniétz (Neuenbrook) und Vincent Kötter (Ottenbüttel) drei weitere Offizielle, die im Kreis Steinburg beheimatet sind.

„Basisarbeit“, so Jungpferdeausbilder Ulrich Schliephak (48/Osnabrück) sei das Ziel der Teilnehmer am „EWU Breitensport Camp“ gewesen. Sie bedeute im Pferdesport, „dass sich Pferd und Reiter in Takt und Harmonie bewegen“. Vorangekommen seien die Teilnehmer auf dem Weg dorthin mit Hilfe verschiedener Übungen. „Sie betreffen die Pferde, die ihre Balance finden müssen, und ebenso die Reiter, die lernen müssen, die innere Spannung abzubauen, um mit dem Pferd in eine harmonische Bewegung zu kommen.“ Wer mit seinem Pferd in Takt und Harmonie ist, der sei in der Lage, „durch Geben feiner Hilfen und langsames und pferdegerechtes Training“ dem Pferd die notwendige Leitung für alle Manöver zu geben. Ganz angetan, von dem, was sich ihr eröffnet hatte, war Victoria Grüning: „Man lernt hier unheimlich viel und man merkt schon, welche Fortschritte man macht.“

Der Vorteil für Belana Kulik: „Wir arbeiten hier alle eng zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Ich habe unheimlich viel gelernt und sehr viele neue Erfahrungen gemacht.“ Melanie Hoff hat für sich erkannt: „Wer Fortschritte erzielen will, sollte sich dem Camp anschließen. Die Woche war zwar anstrengend, aber sie hat sich gelohnt.“

Zuständig für eine Gruppe im „Camp“ war Natascha Howaniétz. Die gebürtige Österreicherin kommt von der klassischen Reiterei: „Ich habe versucht, Ansichten und Ideen von der klassischen Reiterei sinnvoll in das Westernreiten zu integrieren.“ Offenbar mit Erfolg, denn die Teilnehmer waren ihrer Meinung nach „sehr offen, sehr positiv gestimmt und sehr neugierig“ auf das, was sie vorstellte. „Ich hatte das so nicht erwartet.“

 

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