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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 04:02 Uhr

sicherheitstag : Wertvolle Tipps und Praxistests

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Auf große Resonanz stößt der Sicherheitstag im Holstein-Center. Polizei und andere Aussteller informieren und geben Tipps. Mancher Besucher hat dabei ein Aha-Erlebnis.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2013 | 05:00 Uhr

Wie fühlt es sich an, wenn sich ein Auto überschlägt? Kann man mit 0,5 Promillenoch geradeaus laufen? Wie schützt man sich am besten vor Einbrechern? Der „Tag für mehr Sicherheit“ im Holstein-Center gab Antworten.

Immer wieder gebe es Fragen zu diesem Thema, deshalb sei es Zeit für eine solche öffentliche Veranstaltung, sagte Hans-Werner Heise, Leiter der Präventionsstelle der Polizeidirektion Itzehoe. Dabei ging es theoretisch und praktisch zu. Mit dem Fahrradsimulator wurden realitätsnahe Situationen nachgestellt, besonders mit Blick auf oft fehlende Rücksichtnahme. Im Überschlagsimulator drehte sich ein Auto einmal langsam um 360 Grad. „Wir möchten die Leute sensibilisieren, den Gurt zu ihrer eigenen Sicherheit anzulegen“, so Carsten von Oppeln von der Kreisverkehrswacht Steinburg.

Eine weitere Praxiserfahrung wartete bei der Alkoholprävention. Die Besucher sollten einen einfachen Parcours ablaufen, allerdings mit spezieller Brille, die einen unterschiedlichen Grad der Alkoholisierung simulierte. „Dass es so extrem ist, hätte ich nicht erwartet“, wunderte sich Ute Bartschat, die den Parcours mit nur 0,5 Promille bewältigt hatte.

Wer es 57 Jahre lang geschafft hat, unfallfrei und vorbildlich Auto zu fahren, dem steht eine Auszeichnung zu: Horst Willy Händler (81) besitzt seinen Führerschein seit 1956, ohne jemals einen Punkt in Flensburg kassiert zu haben. Vor einem Jahr drehte er eine Runde mit der Fahrschule, die ihm seine Verkehrstauglichkeit bestätigte. „Ich fahre, so lange ich merke, das klappt alles“, sagte Händler. Sein Lohn: eine Urkunde mit dem goldenen Lorbeerblatt für 50 Jahre unfallfreies Fahren.

Sehr hohe Nachfrage gab es beim Thema Einbruchschutz. Kriminalhauptkommissar Kay Katzenmeier erklärte, wo die Schwachstellen liegen. Meistens seien nur einfache Vorrichtungen einzubauen, die den Täter auflaufen zu lassen. Dieser gebe nämlich auf, wenn er nicht innerhalb von fünf Minuten eindringen könne. Weiterer Tipp: bei Abwesenheit die Zeitschaltuhr an- und die Klingel ausschalten.

Potenzielle Polizisten konnten sich bei der Nachwuchswerbung der Landespolizei informieren. Auch Bundeswehr, Technisches Hilfswerk und Firmen waren vertreten. Am Ende herrschte Einigkeit: Die Veranstaltung hat sich gelohnt, fand auch Center-Manager Henner Schacht: „Wir leben von der Vielfalt, dazu gehört auch ein Sicherheitstag.“ Fest stehe nach der Resonanz: Im kommenden Jahr gebe es eine Wiederholung.

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