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Info-Messe : Wertvolle Berufs-Tipps für Steinburg-Schüler

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wohin nach der Schule? Für Steinburg-Schüler ist die Frage besonders schwierig. Tipps gibt es bei einer Info-Messe.

Das Flair einer kleinen Fachmesse wehte durch die Außenstelle der Steinburg-Schule in der Brunnenstraße. Zum ersten Mal in dieser Form gab es einen Tag der beruflichen Orientierung für die Werkstufenschüler des Förderzentrums für geistige Entwicklung des Kreises und ihre Eltern.

Werkstätten für behinderte Menschen aus Glückstadt, Hohenwestedt und Aukrug stellten ihre Einrichtungen vor. Mitarbeiter des Integrationsfachdienstes, der Agentur für Arbeit und des Sozialamtes informierten die künftigen Schulabgänger in persönlichen Gesprächen über verschiedene Aspekte des Berufslebens, Auskünfte zum Betreuungsrecht gab Schulsozialarbeiterin Tina Lischack. Ein weiterer Stand versorgte alle Messe-Teilnehmer mit frischem Kaffee.

Aus dem Rahmen fiel vor allem das Angebot der Glückstädter Werkstätten mit der Elmshorner Arbeitsassistenz, kurz und griffig „elmar“ genannt. Bei Katja Lauenburger aus Itzehoe stieß es auf großes Interesse. Die Mutter des 16-jährigen Valentino wünschte sich für ihren Sohn ein Berufsleben außerhalb von Behindertenwerkstätten: „Er ist eigentlich sehr fit, aber kommt als Autist mit vielem nicht gut zurecht. Zu laut, zu dunkel, zu klein, zu warm, zu viele Menschen – da macht er einfach zu“, schilderte sie typische Problem ihres Sohnes. Dieser habe jedoch in begleiteten Praktika schon Tolles geleistet, zum Beispiel in einem Itzehoer Betrieb Stoffdecken für Hundekörbchen genäht. Die Idee der individuellen Unterstützung für eine wohnortnahe betriebliche Berufsbildung fand Katja Lauenburger hervorragend – und ebenso die Berufsmesse der Steinburg-Schule: „Ich habe hier gute Beratung bekommen und wüsste sonst gar nicht, dass es so etwas wie ‚elmar‘ gibt.“

Der Info-Nachmittag sei von den Familien der Werkstufenschüler sehr gut angenommen wurde, fand Schulleiterin Maren Lutz. Im nächsten Jahr solle zusätzlich das Thema „Wohnen“ behandelt werden.

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erstellt am 06.Feb.2014 | 11:45 Uhr

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