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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 00:13 Uhr

Wertschätzung für inneren Frieden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2014 | 13:45 Uhr

Kennen Sie St. Martin, der auf seinem hohen Ross durch Eis uns Schnee ritt? Am Wegesrand erblickte er einen Bettler frierend und hungernd. Er erkannte die Not des Armen, Schnitt seinen wärmenden Mantel entzwei, teilte sein Brot und reichte beides dem Fremden. So linderte Martin vor vielen hundert Jahren Not.

Kennen Sie Bob aus dem Buch „Bob, der Streuner“? Er war ein verwahrloster Kater, verletzt und unterernährt als er vor der Tür von James auftauche. James, der Junkie, der in einer Sozialwohnung hauste, als Straßenmusiker arbeitete und sich aufgegeben hatte. Als das rotgestreifte Pelztier in sein Leben trat, hatte James plötzlich eine Aufgabe. Viel entscheidender: Er hatte eine Bedeutung. Er war wichtig, zumindest für Bob. Auch die Passanten in London, die ihn sonst ignorierten, schenkten James dank des Katers, der ihn stets begleitete, nun ein Lächeln, Katzenfutter oder etwas Geld.

Das entscheidende an beiden Geschichten ist der wohlwollende Blick. Das Gegenüber wird wahrgenommen. Beide, Martin und Bob, geben, was Not tut: Nähe, Wertschätzung, praktische Hilfe. Sie stiften inneren Frieden.

Ein bemerkenswerter Gedanke, nicht nur am Volkstrauertag.

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