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Bürgermeisterwahl : Werbetexter will Stadt-Chef werden

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Bürgermeister-Wahl am 8. November: Marian Prill sammelt zurzeit notwendige Unterstützer-Unterschriften

Marian Prill ist immer mit dem Roller unterwegs. Denn der 34-Jährige hat viel zu tun. „Und mit dem Roller bin ich schneller“, sagt der Werbefachmann. So auch in der Stadt, wo der Glückstädter zurzeit 115 Unterschriften von Bürgern sammelt. Denn er will Bürgermeister werden. Die Unterschriften muss er als unabhängiger Kandidat, der nicht von einer Partei unterstützt wird, im Rathaus vorlegen, um zur Wahl am 8. November zugelassen zu werden.

Marian Prill ist der erste Bewerber um das Amt, der an die Öffentlichkeit geht. Geboren wurde er in Kyritz in Brandenburg – dort machte er auch Abitur. Zum Studium der Politikwissenschaften ging er nach Hamburg. Das Studium brach er nach einigen Semestern ab, um eine Ausbildung als Werbetexter in der Hansestadt zu absolvieren. Stolz ist Prill auf eine internationale Auszeichnung, die er noch als Angestellter einer großen Werbefirma bekam. Seit 2013 lebt der Vater eines Sohnes in Glückstadt – inzwischen ist er beruflich selbstständig mit der Firma „Deutsche Handarbeit“. Kunden sind größere Firmen, unter anderem gestaltete er für den Hamburg-Köln-Expreß eine Facebook-Seite und entwickelte für einen Chemie-Konzern eine Software, „mit der junge Leute angesprochen werden“.

Zudem hat Marian Prill ein Netzwerk für Software gegründet – unter „Deutsche Handarbeit“. Unterstützung hat er hier von dem Programmierer Torsten Krüger. „Ich konzipiere, er setzt um.“ Auf der virtuellen Plattform können Kreative vielfältige Kontakte nutzen. „Gründern, die starten wollen, geben wir ein Zuhause. Aber auch Unternehmern, die den Anschluss an die virtuelle Welt verloren haben“, erklärt Marian Prill. Als Bürgermeister würde er zum Beispiel dafür sorgen, dass es in ganz Glückstadt ein freies Wlan-Netz geben würde. Über das Internet sei vieles möglich, sagt Prill. Auch eine Arbeit könne jeder darüber finden.

Als er nach Glückstadt zog, war er überrascht, wie viele Facebook-Gruppen es in der Stadt gibt. „Alle sind super vernetzt.“ Was er dort aber auch feststellte: „Die Bürger haben eine Dauer-Depression.“ Früh fragte er sich, warum alle „immer nur meckern“, aber wenig tun. Andererseits ist er überzeugt: „Es gibt genug Leute, die die Ärmel hochkrempeln würden. Es bedarf nur eines Ideengebers.“ Marian Prill weiß von sich: „Ich kann Leute zusammenführen und motivieren. Ich kann auch delegieren.“ Und: „Ich verstehe mich als jemanden, der etwas verändern kann. Ich will das Beste und etwas bewegen.“

Dass er als Bürgermeister Verwaltungsarbeit leisten muss, ist ihm klar. Seine Schwester ist Verwaltungsfachfrau und hat ihm bereits diverse Unterlagen zusammengestellt, die er jetzt durcharbeitet. Grundsätzlich gelte für ihn: „Ich lese mich ein und mache einen Plan.“ Dazu gehöre auch, wie die heimische Wirtschaft angekurbelt werden kann. Dazu bedürfe es aber einer Voraussetzung, sagt Prill: „Glückstadt muss attraktiver werden – auch für junge Leute.“ Die Stadt brauche ein vernünftiges bundesweites Image.

Zur Frage, ob er Mitarbeiter einer Verwaltung führen könne, sagt Marian Prill: „Kein Problem.“ Er selber sei ein Arbeitstier und die Rathaus-Mitarbeiter seien fachlich kompetent.

Wichtig ist ihm auch, die Bürger in die Arbeit einzubinden. Und ein Anliegen ist ihm Glückstadt-Nord. „Alle sprechen von Nord, als wäre es eine andere Stadt.“ Klar sei für ihn, dass auch das Image von Nord verbessert werden muss.

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erstellt am 23.Apr.2015 | 08:00 Uhr

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