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Kandidaten gesucht : Wer will ins Jugendparlament ?

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im Herbst wird das neue Jugendparlament der Stadt Itzehoe gewählt. Kandidaten können sich noch bewerben.

„Eigentlich braucht man nur Spaß und Interesse.“ So wirbt Hannes Panzer für eine Mitgliedschaft im Jugendparlament (JuPa). „Man macht unheimlich viele Erfahrungen und wächst über sich hinaus.“ Der 18-Jährige, aktuell Präsident des Gremiums, scheidet mit der Wahl im November aus.

Dann werden bis zu 15 Parlamentarier neu bestimmt. Fünf der jetzigen Mitglieder treten wieder an, weitere Kandidaten werden gesucht. Melvin Schultz (18) will dabei bleiben: Er habe im Jugendparlament viele Freundschaften geschlossen. „Außerdem lernt man viele interessante Personen aus dem öffentlichen Leben kennen.“

„Parlament“, das klingt nach trockener politischer Arbeit. Doch es stecke weitaus mehr dahinter. Zwar haben sie ein Rede- und Antragsrecht in den Gremien. Vor allem aber sind ihre Kreativität und ihr Organisationstalent gefragt. Denn das JuPa darf und soll in Eigenregie Aktivitäten für Jugendliche auf die Beine stellen.

Zum Beispiel Adventskino, Band-Wettbewerb und die „Fiesta Intercul(t)inaria“, bei der mit der Caritas Migranten eingeladen wurden, ihre Kulturen vorzustellen. „Jeder hat sich mit Essen, Musik und Plakaten präsentiert. Das Haus war voll“, sagt Hanna Kahl (18). In Planung ist ein Zeitzeugen-Gespräch zum Zweiten Weltkrieg. Jährlich verfügt das JuPa über 2000 Euro an Projektgeldern.

Als Belohnung und Anregung können die Mitglieder an Jugendbegegnungen und Fortbildungen teilnehmen. Zwei Besuche bei einem Jugendkongress in Berlin waren, so Melvin Schultz, „eine tolle Gelegenheit, sich mit Jugendlichen aus anderen Städten auszutauschen.“ Auch ein internationaler Austausch wurde für sie bezahlt, für die ehrenamtliche Arbeit vor Ort gibt es eine Aufwandsentschädigung.

Es lohne sich, sagen die Jugendvertreter: „Dass wir ernst genommen werden, haben wir vor allem gemerkt, als wir uns gegen einen Bürgerentscheid in der Alsen-Diskussion positioniert haben“, sagt Hannes Panzer. Das HdJ werde sicher auch das neue JuPa beschäftigen.

Kandidaten können sich bis zum 2. Oktober melden. Sie werden für zwei Jahre gewählt und müssen am 1. Januar 2014 mindestens 14, aber noch keine 19 Jahre alt gewesen sein. Neu ist: Sie müssen nicht in Itzehoe wohnen, sondern dort nur ihren Lebensmittelpunkt haben, zum Beispiel wegen der Schule. Die Oelixdorferin Hanna Kahl war die Erste: „Ich gehe in Itzehoe zur Schule. Meine Hobbys und meine Freunde sind hier. Warum sollte ich mich nicht hier auch engagieren?“

> Das Jugendparlament trifft sich alle zwei Wochen montags im Jugendtreff am Holzkamp, zum nächsten Mal am 22. September, 16 Uhr. Interessenten sind willkommen.

Bewerbungen gehen an das Kinder- und Jugendbüro, Reichenstraße 23, 04821/603243, Mail: carsten.roeder@itzehoe.de.

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erstellt am 19.Sep.2014 | 17:00 Uhr

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