Wer soll das Waldmuseum putzen?

Viel zu reinigen: Einmal in der Woche muss das Waldmuseum gründlich geputzt werden - doch viel kosten darf das nicht.  Foto: Jahnke
Viel zu reinigen: Einmal in der Woche muss das Waldmuseum gründlich geputzt werden - doch viel kosten darf das nicht. Foto: Jahnke

Ehrenamtler stehen als Reinigungskräfte nicht mehr zur Verfügung

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20. September 2011, 07:18 Uhr

Burg | Eine Veranstaltung jagt im Burger Waldmuseum die nächste - und wo viel los ist, gibt es viel Dreck. Den muss jemand aufwischen. Bisher taten das die Frauen, die rund ums Museum ehrenamtlich tätig sind. Doch damit soll nun Schluss sein.

"Wir sehen es nicht ein, dass unsere Frauen als Reinigungskräfte herumlaufen", betonte Gerhard Strufe (SPD), Vorsitzender des Forstausschusses, in der jüngsten Sitzung. Frank Voss von der Amtsverwaltung hatte sich schon Gedanken über gemacht. "Es wird die Notwendigkeit geben, das Waldmuseum einmal die Woche gründlich reinigen zu lassen", erklärte er. Voss hat einen Kostenvoranschlag bei der Firma eingeholt, die bereits die Scheiben im Museum reinigt. Für 216 Euro im Monat stünden die Mitarbeiter Schrubber bei Fuß.

Ratsherr Thomas Stira (FDP) regte an, das Putzen des Waldmuseums mit anderen Reinigungsarbeiten zu bündeln, die für Burgs öffentliche Gebäude - wie etwa die Bökelnburghalle - bereits vergeben sind, um so möglicherweise Kosten zu sparen.

Ratsherr Walter Arriens (Burg Aktiv) sprach mora lische Bedenken an. Man müsse daran denken, dass die Kräfte, die im Reinigungsgewerbe tätig sind, ohnehin schon sehr schlecht entlohnt würden. Andererseits sei man aber dem Steuerzahler gegenüber verpflichtet und müsse nach dem günstigsten Angebot suchen. Und genau das soll die Amtsverwaltung jetzt tun.

Für einen anderen Posten konnten die Kosten bereits genau beziffert werden: 1648 Euro soll ein zweiter Schalter für die Alarmanlage kosten. Die gute Sicherung hat bisher dafür gesorgt, dass das Museum von Einbrüchen verschont blieb. Doch um den Alarm scharf oder aus zu stellen, müssen die Mitarbeiter erst jeweils einmal um das Gebäude laufen. Der zweite Schalter soll nun für Erleichterung sorgen.

Angesichts des Preises mussten die Politiker zwar schlucken - doch immerhin sei auch ein Fehlalarm-Diagnosegerät mit dabei, hieß es. Im Haushalts ansatz sind die Ausgaben bereits vor gesehen.

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