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Wenn „Whisper“ das Leben bestimmt: Musical weist Wege aus der Sucht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mobbing, Suche, Sucht, Drogen – Themen, mit denen sich viele Teenager auseinander setzen müssen. „The Young Revolution“ (TYR), eine Gruppe von 35 Jugendlichen der Kirchengemeinde Barmstedt, greift das Thema „Sucht“ in ihrem aktuellen Stück „Was such(t)st du?“ auf. Dies hatte im Rahmen eines Musical-Gottesdienstes in der St. Bartholomäus Kirche Wilster Premiere. Die Aufführung dauerte knappe zwei Stunden; die vielen Zuschauer waren begeistert.

TYR besteht aus Band, Chor, Tanz- und Theatergruppe. Durch das Projekt lernen Jugendliche das christliche Leben auf eine andere Weise kennen; so soll die Botschaft Jesu Christi auch in der Welt der Jugendlichen wiedergefunden werden.

Jedes Jahr denken sich die Beteiligten gemeinsam ein neues Stück aus, welches sie vier Mal aufführen. Die Planung und Entwicklung dauert circa ein Jahr. Anschließend finden die Vorstellungen statt und die Vorbereitungen für die nächste Saison beginnen, erklärt Raphael Steenbuck, Leiter des Projektes.

Das Musical handelt von fünf Jugendlichen - Bella, Liberty, Lovely, Nico und Marley - auf der Suche nach sich selbst, begleitet von der Frage „was such(t)st du?“. Zunächst performte eine Band einen Song, anschließend begann das Schauspiel, wobei die Zuschauer die fünf Hauptcharaktere der Reihe nach in ähnlichen Situationen kennen lernten. Jedes Mal wollte die jeweilige Person zu einer Gruppe dazugehören, die sie ausschloss und demütigte. Auf einer Party tun sich jene fünf ausgeschlossene Personen zusammen und animieren sich gegenseitig, Drogen auszuprobieren. Dadurch sind die Jugendlichen fremdgesteuert und nehmen Dinge wahr, die nicht existieren.

Am schlimmsten trifft es Marley: er redet permanent mit dem pinken Einhorn „Whisper“, hat Spaß mit ihm und vergisst darüber seine Freunde. Sobald „Whisper“ weg ist, zeigt sich Marley deprimiert. Nimmt er erneut die Drogen, taucht „Whisper“ wieder auf und macht ihn glücklich. Zum Ende des Stückes versuchen die anderen vier Hauptdarsteller, seine Freunde, Marley von den Drogen wegzubekommen; er muss sich zwischen ihnen und „Whisper“ entscheiden, ist komplett fremdgesteuert und nimmt die Realität nicht mehr wahr. Zwischen den einzelnen Szenen singen alle zusammen als Chor, begleitet von der Band, verschiedene aktuelle Songs, die im weiteren Sinne etwas mit dem Thema zu tun haben. Außerdem beeindruckte die Tanzgruppe mit einer Choreographie zu „Right Round“; zwei Bands sangen sowohl selbstgeschriebene als auch gecoverte Titel.

Nach der Aufführung erläutere Raphael Steenbuck, jeder von uns suche etwas, aus dieser „Suche kann Sucht werden“. Gott sei bewusst nicht in dem Schauspiel vorgekommen, da in einer solchen Szene auch im realen Leben die Hoffnung und der Halt fehle. Die Intention des Stückes lautet daher, dass wir als Christen Gott suchen sollten.

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erstellt am 02.Mär.2015 | 17:23 Uhr

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