Heiligenstedten : Weniger Azubis, schlechtere Abschlüsse

Vorsitzender Ernst-Otto Prüß wurde wiedergewählt.
Vorsitzender Ernst-Otto Prüß wurde wiedergewählt.

Hotel- und Gaststättenverband beklagt den Rückgang bei der Zahl der Auszubildenden.

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25. November 2018, 16:42 Uhr

Heiligenstedten | Zur Jahresversammlung des Kreisvereins des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Steinburg im Gasthaus zur Erholung in Heiligenstedten begrüßte Vorsitzender Ernst-Otto Prüß zahlreiche Mitglieder und dankte allen Helfern aus den eigenen Reihen sowie den Sponsoren für die stete Unterstützung bei den Aktivitäten.

Der Verein präsentierte sich auf Jobbörsen und vertrat die Region auf der Grünen Woche in Berlin. Die beiden großen Aktionen im Kreis Steinburg sind jedes Jahr der Holsteiner Teller im Frühjahr, bei dessen Auftaktveranstaltung im Holstein Center 925 Probierportionen verkauft wurden, sowie die Wildwochen mit Start im Oktober, die kürzlich ebenso erfolgreich abgeschlossen wurden.

Ausbildungswart Joachim Gnewuch beklagte den Rückgang bei der Zahl der Auszubildenden sowie den sinkenden Leistungsstand bei den Abschlussprüfungen. „Das liegt aber häufig nicht an den Auszubildenden, sondern an den Betrieben“, sagte er. Bei dem vor kurzem durchgeführten Berufswettbewerb um den Elbmarschenpokal sei aufgefallen, dass zum Beispiel einige Koch-Lehrlinge nicht filetieren konnten. Zudem würden viele Auszubildende ihre Arbeitszeiten nicht ausreichend akzeptieren. Chancen bieten Arbeitskräfte aus den Reihen der Migranten. „Die Leute sind nett, freundlich zu den Gästen und haben oft gute Englischkenntnisse“, berichteten einige Gastronomen auf der Versammlung. Gute Ergebnisse brachten die Deutschen Jugendmeisterschaften, aus denen die Besten der 16 Landesverbände hervorgehen: Schleswig-Holstein nimmt weiter den dritten Platz der Bundesliste ein.

Ernst-Otto Prüß, seit zwölf Jahren Vorsitzender, wurde wiedergewählt, ebenso Kassierer Klaus-Wilhelm Gehrdt. Neuer Kassenprüfer ist Michael Mehren. Prüß, Gnewuch und Birgitt Bittner wurden zu Delegierten bestellt. Prüß kündigte an, nur noch eine Amtszeit als Vorsitzender zu absolvieren. Spätestens in drei Jahren will er sein Amt in jüngere Hände geben.

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