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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 06:42 Uhr

Wettbewerb : Weltretter aus der sechsten Klasse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Klasse 6b der Auguste-Viktoria-Schule fährt Fahrrad, wo es nur geht – für die Umwelt und für die Taifunopfer auf den Philippinen.

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erstellt am 21.Jan.2014 | 13:00 Uhr

Morgens zur Schule, nachmittags zu Freunden, in die Stadt, zum Sport oder zum Konfirmandenunterricht: Die Klasse 6b der Auguste-Viktoria-Schule (AVS) ist viel unterwegs. Das Besondere daran: Die Schüler bestreiten, so weit möglich, alle Wege mit dem Fahrrad und tun damit etwas für Umwelt und Taifun-Opfer. Unter dem Motto „Strampeln für die Welt“ nehmen sie am bundesweiten „Weltretter-Wettbewerb“ von „Zeit Leo“ teil.

„Zuerst haben wir Ideen gesammelt“, berichtet Luisa (12), die in einer Zeitschrift von dem Wettbewerb gelesen und Lehrer und Mitschüler zum Teilnehmen animiert hat. „Von einem müllsammelnden Solar-Roboter bis zu Pflanzen, die schneller nachwachsen als der Regenwald, war alles dabei“, so Klassenlehrerin Christine Veit. Gemeinsam mit Mathematiklehrer Samir Benmokhtar begleitet sie das Projekt. „Alle Ideen stammen von den Schülern“, betont sie und und lobt die hohe Eigeninitiative ihrer Sechstklässler.

„Dann haben wir abgestimmt: Wir strampeln für die Welt“, erklärt Marit (11). Ziel des Projektes sei es, Abgase zu reduzieren, indem sie und ihre Mitschüler „möglichst viele Wege“ mit dem Fahrrad zurücklegen, statt sich von den Eltern fahren zu lassen oder den Bus zu nehmen. Um die gefahrenen Kilometer genau aufzeichnen zu können, stellte das Zweirad-Center Kaina für jeden Schüler einen Tacho zur Verfügung.

Die in einer Woche gefahrene Strecke aller Schüler „wird hochgerechnet auf unsere Schule, Itzehoe und Schleswig-Holstein“, erklärt Marit, ebenso auch der verhinderte Ausstoß an Kohlendioxid. Sowohl der gesamte MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) als auch das Fach Erdkunde sind in das Projekt eingebunden. Darüber hinaus wurden Plakate erstellt und Videos gedreht. Gemeinsam mit dem Projekttagebuch werden alle Ergebnisse Ende Januar nach Hamburg gesendet – und sollen der Klasse 6b mit etwas Glück zu einer Klassenreise als Hauptgewinn verhelfen.

Darüber hinaus kommen die Fahrrad-Kilometer einem weiteren guten Zweck zugute: Sponsoren, darunter Firmen und Privatleute, zahlen pro gefahrenen Kilometer einen selbst gewählten Geldbetrag oder einen einmaligen Festbetrag. Weitere Sponsoren werden noch gesucht. Der Erlös – so hat die 6b entschieden – wird den Opfern der Naturkatastrophe auf den Philippinen zugute kommen.

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