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Neujahrsempfang in Wilster : Weiterhin engagiert und selbstbewusst

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Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Amtsvorsteher und Bürgermeister betonen die Notwendigkeit, die Region voranzubringen. Helmut Sievers und Walter Schulz begeistert von großer Besucherresonanz.

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erstellt am 27.Jan.2014 | 05:00 Uhr

Er hat sich etabliert, der gemeinsame Neujahrsempfang von Amt Wilstermarsch und Stadt Wilster. Von Jahr zu Jahr steigen die Gästezahlen, sehr zur Freude von Amtsvorsteher Helmut Sievers und Bürgermeister Walter Schulz. „Wir sind begeistert über so viele Besucher“, sagte Helmut Sievers zu Beginn des Empfangs im besonderen Ambiente des Spiegelsaal des Neuen Rathauses – musikalisch umrahmt von Gustav Hintz. Im Mittelpunkt stand neben den Ansprachen von Sievers und Schulz erneut die Auszeichnung verdienter Bürger in Amt und Stadt (siehe Bericht unten).

Der Amtsvorsteher und der Bürgermeister ließen das Jahr 2013 Revue passieren und wagten einen Ausblick auf 2014. „Als Dienstleister für den Bürger stellen sich Stadt, Gemeinden und Amt auch in 2014 den Aufgaben weiterhin engagiert und selbstbewusst“, unterstrich Helmut Sievers. „Wir werden weiter für den Bürger da sein, uns um eine ständige Anpassung an neueste Entwicklungen und Herausforderungen bemühen und im Ergebnis die so lebenswerte Region Wilster und Wilstermarsch voranbringen“, fügte er hinzu. Zuvor hatte der Amtsvorsteher die großen Themen des vergangenen Jahres für die Wilstermartsch resümiert. Eines davon das Thema Energie. „Die Windenergie war und ist Gegenstand der Diskussionen.“ Der weitere Ausbau gehe auch in den Wilstermarschgemeinden voran, derzeit in Nortorf. Unweigerlich führe das Thema zur aktuellen Diskussion um die von Insolvenz bedrohte Firma Prokon. „Hoffen wir insbesondere für die vielen Beschäftigten der Firma, dass es hier noch eine positive Lösung gibt.“ Auch die vom Bund beschlossene Energiewende werde in der Region spürbar sein, wobei Sievers auf die Verkürzung der Laufzeit für das Kernkraftwerk Brokdorf und den erforderlichen Ausbau der Energienetze hinwies. Bei der Breitbandversorgung habe die Wilstermarsch neben Krempermarsch und Horst-Herzhorn momentan das Nachsehen. Hier gelte es in diesem Jahr zu bewerten, wie es weiter gehen könne.

Ein Problem der Landgemeinden bleibe die sinkende Einwohnerzahl. Aktuell leben 6855 Menschen im Amtsbereich Wilstermarsch, in der Stadt Wilster, so merkte Bürgermeister Schulz an, blieb mit 4380 die Einwohnerzahl weiterhin konstant. Für die Gemeinden und für die Stadt aber gelte es, attraktive Rahmenbedingungen für die hier lebenden Menschen zu gestalten. Hinzu kommen gesetzliche Vorgaben, die Geld kosten. Stadt und Land müssen sich beispielsweise auf hohe Kosten bei der Kanalnetzüberwachung und -sanierung einstellen.

Für die Stadt Wilster ist die Finanzlage seit Jahren prekär. „Nach wie vor gelingt es nicht, den Haushalt auszugleichen“, sagte Bürgermeister Schulz. „Daher halten wir unsere Forderung an den Gesetzgeber aufrecht, für die Kommunen Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine auskömmliche, angemessene Daseinsvorsorge vor Ort ermöglichen.“ Bei der Novellierung des Finanzausgleichs im Land würden die meisten Städte und Gemeinden zwar gestärkt, doch die Ausgleichsmittel würden nicht reichen. „Das Land muss hier aufstocken“, forderte Schulz. Trotzdem sei in der Stadt im vergangenen Jahr viel geschehen. Schulz wies insbesondere darauf hin, dass sich für die Stadt durch die Aufnahme in das Städtebauförserprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ große Perspektiven ergeben würden. Er nannte als vorgezogene Maßnahme den Neubau Fußgängerbrücke über die Bahngleise zwischen Schulzentrum und Wohngebiet Büttel sowie die derzeitige Planung der Sanierung des Wilstermarschstadions mit den Leichtathletikanlagen. Kurz vor der Fertigstellung stünden auch die Konzepte für das Förderprogramm: Zukunftskonzept Daseinsvorsorge, Einzelhandelskonzept und Wohnungsmarktkonzept. Weitere Investitionen werden für die Sanierung des Neuen Rathauses notwendig, in die in diesem Jahr rund 130 000 Euro investiert werden. Insgesamt konzentriere sich Wilster lediglich auf wichtige Projekte, „vieles Wünschenswerte muss aufgrund der fehlenden Spielräume auch zurückstehen.“ Insgesamt aber sehe er die Weiterentwicklung „unserer lebens- und liebenswerten Stadt Wilster weiterhin auf einem guten Weg“.

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