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Unterstützung für Behinderte : Weitere Therapie-Sponsoren gesucht

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Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Mit einem Tag der offenen Tür am 28. September wollen Norma Fernandez de Heine, Therapeutin aus Nortorf, und Dr. Guido Austen, Geschäftsführer des Freizeitbads LUV in Brunsbüttel, die positive Wirkung von Watsu für Behinderte hervorheben.

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erstellt am 13.Sep.2013 | 05:35 Uhr

Sie kämpfen um Anerkennung von Therapie-Kosten bei den Krankenkassen – und suchen parallel dazu weiter Sponsoren, die es behinderten Menschen finanziell ermöglichen, durch Watsu im 34,5 Grad Celsius warmen Wasser des Brunsbütteler LUV therapeutisch behandelt zu werden: Watsu-Therapeutin Norma Fernandez de Heine aus Nortorf und Dr. Guido Austen, Geschäftsführer des Brunsbütteler Freizeitbads.

„Die Arbeit, die Norma Fernandez de Heine mit den Behinderten macht, ist erfolgreich“, betont Dr. Austen. Selbst einem Laien falle auf, dass die zum Teil schwerst behinderten Menschen, die zunächst auffällig unruhig seien, nach ein bis eineinhalb Stunden Behandlung „sehr zufrieden und ruhig“ aus dem Wasser kommen. „Das liegt natürlich auch an Norma, sie ist mit Herzblut dabei.“ Er sehe sich als „schmückendes Beiwerk, das die Infrastruktur bereit hält“. Und das LUV, so Norma Fernandez de Heine, sei in weitem Umfeld durch den hohen Wärmegrad des Wassers das einzige für die Therapie am besten zu nutzende Schwimmbad. Zumal die hygienischen Bedingungen dort beispielhaft seien und die LUV-Mitarbeiter ausgesprochen hilfsbereit die Arbeit mit den Behinderten unterstützen.

Was die ausgebildete Watsu-Therapeutin leiste sei „schon eine tolle Sache“, führt Dr. Guido Austen weiter aus. Umso schwerer nachvollziehbar sei, dass Heilmethoden mit dieser positiven Auswirkung nicht anerkannt würden. Norma Fernandez de Heine wünscht sich schon seit langem eine engere Kooperation mit Schulmedizinern und Krankenkassen. Und sie gibt in ihrem Engagement nicht auf: Durch die bisherige Arbeit mit behinderten Menschen und den von Betreuern bestätigten Erfolg hat sich eine Ärztin überzeugen lassen.

„Es geht um die Menschen“, betont Norma Fernandez de Heine, die für die Watsu-Therapie eine vergleichsweise kostengünstige Vergütung nimmt, für zehn Therapiestunden 350 Euro, darin enthalten auch der Eintritt ins LUV – für den Patienten und eine Begleitperson. Auch das LUV könne nicht auf den Eintrittspreis verzichten, so Dr. Guido Austen, das wäre gegenüber Vereinen, die das LUV nutzen, nicht fair. Norma Fernandez de Heine unterstützt er aber mit den entsprechenden Zeiten für die Watsu-Therapie.

Die Gesamtkosten für die Therapie seien aber für viele Behinderte, beziehungsweise deren Betreuer nicht privat leistbar, und obwohl es ihnen durch Watsu gut geht, ist eine Therapie-Fortsetzung nicht möglich. Darum werden Sponsoren gesucht – und auch an Watsu Interessierte können sich an einem Tag der offenen Tür im Freizeitbad LUV am 28. September einen Eindruck von der Therapie und deren Wirkung verschaffen. Von 9 bis 19 Uhr ist geöffnet, wer das an dem Tag zehnminütige Therapie-Angebot nutzen möchte, sollte sich beziehungsweise den Menschen mit Behinderungen bei Norma Fernandez de Heine anmelden. Nur wer angemeldet ist, braucht an dem Tag keinen Eintritt zu bezahlen. Sponsoren können sich ebenfalls jederzeit unter norma@amavivesana.de oder austen@egeb.de mit Norma Fernandez de Heine oder Dr. Guido Austen in Verbindung setzen.

Während des Tags der offenen Tür läuft übrigens auch konstant im Freizeitbad ein Film über Watsu., eine integrale Therapie auf physikalischer und emotionaler Ebene. Getragen vom Urelement Wasser werden übrigens eine Vielzahl von Beschwerden behandelt, beispielsweise Migräne, Schlaflosigkeit, Arthrose, psychosomatische und psychische Beschwerden, Multiple Sklerose, Asthma, Neurodermitis, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom und Authismus. Außerdem kann Watsu unterstützend im Rahmen der Geburtsvorbereitung wirken.

Zielgruppe für Watsu sind neben Behinderten jeden Alters, unabhängig von Art und Schwere der Behinderung, auch Menschen ohne Behinderung. Durch die professionelle Anwendung von Watsu wird das Immunsystem stimuliert und kann eine Steigerung der Lebensqualität bewirken. „Watsu führt zu einer tiefen Entspannung der Muskulatur, insbesondere aber zu innerer Ruhe und gefühlsmäßiger Rückführung“, betont Norma Fernandez de Heine.

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