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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 00:04 Uhr

Weitere Facette in HdJ-Diskussion

vom

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erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Vor knapp zwei Jahren hat Guntram "Atze" Horst (Foto) das Veranstaltungszentrum Atzehoe am Sandberg eröffnet. Es habe sich auch mit Gästen aus größerer Entfernung etabliert und trage sich allein, sagt der 65-Jährige. Ab Herbst wird immer freitags und sonnabends geöffnet sein, ob mit Musik von Live-Bands oder von Discjockeys. Doch Horst schwebt noch eine ganz andere Variante für die Zukunft vor - und diese bringt eine weitere Note in die Diskussion um das Haus der Jugend.

Denn von den beiden Möglichkeiten Alsen-Projekt und Grunerstraße, die beim Bürgerentscheid am kommenden Sonntag zur Wahl stehen, hält er nichts. Sein Veranstaltungszentrum und das benachbarte ehemalige Restaurant an der Ecke Sandberg/Hinter dem Klosterhof dagegen sieht Horst als sehr gut geeignet an - wohl wissend, dass ein anderer Standort im Moment nicht zur Debatte steht. Immerhin biete er aber deutlich mehr Möglichkeiten als der jetzige provisorische Jugendtreff am Holzkamp: Gut 500 Quadratmeter Platz plus Innenhof mit Garten, ein schnell und mit vergleichsweise wenig Geld zu schaffender Ausbau, bislang keine Probleme durch Beschwerden über Lärm und viele freie Kapazitäten. Denn: "In der Woche ist bei uns ja nichts los."

Bevor viel Geld in neue Gebäude außerhalb investiert werde, sollte erst einmal das Zentrum gestärkt werden, meint Horst. Er habe die Stadt blühen sehen, ihr jetziger Zustand schmerze ihn. Seine Gedanken dazu hat der Musiker in den zwei Videos "Chancen und Ideen für Itzehoe" auf "Youtube" veröffentlicht. Ein Beispiel: Mit billig recyceltem Material von Abbruchfirmen ließen sich die städtischen Gebäude auf Alsen zur Künstlermeile herrichten. Rund um das Atzehoe ist Horst der Verwaltungsaufwand zu groß geworden: "Ich wollte etwas ins Leben rufen, nicht mir so ein Sklaventum aufbürden." Er selbst bekomme das Geld nicht zusammen, um den gesamten Komplex herzurichten, dann solle wenigstens etwas Vernünftiges entstehen. Und dabei, betont Horst, gehe es ihm nicht um ein gutes Geschäft: "Ich würde es der Stadt für einen Appel und ein Ei geben."

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