Weitere 10 000 Unterschriften für den Bau der A 20

von
08. November 2013, 05:00 Uhr

Aus der Not der A 20-Planer mit den Fledermäusen im Segeberger Forst machte Dietrich Austermann gestern Abend in Wewelsfleth eine Tugend. Der Ex-Wirtschaftsminister aus Itzehoe forderte die Landesregierung auf, eine „politische Fehlentscheidung“ umzukehren. Sein Vorschlag: Statt die Autobahn im Schneckentempo von Ost nach West zu bauen, sollte ein alter Vorschlag schleunigst wieder aufgegriffen werden. Während der Abschnitt bei Segeberg überplant wird, könnte nämlich schon im nächsten Jahr mit den Trassenabschnitten im Kreis Steinburg begonnen werden. Die erforderlichen Planfeststellungsbeschlüsse würden spätestens Anfang 2014 vorliegen. Das Geld für den Segeberger Raum in einer Größenordnung von rund 150 Millionen Euro liege bereit und müsste nur umgelenkt werden. Letztlich könnte – verbunden mit dem Bau des Elbtunnels – damit ein Investitionsvolumen allein im Kreis Steinburg von rund einer Milliarde Euro angeschoben werden. „Das Geld ist da. Warum sollte man auf diese Investition verzichten“, so Austermann.

Im Publikum lief Austermann mit seinem Vorschlag offene Türen ein. Ohnehin, so stellte er fest, stehe eine überwältigende Mehrheit hinter dem Autobahnbau. Er rechnete vor, dass bei der jüngsten Landtagswahl 80 Prozent der Wähler sich für eine Partei entschieden hätten, die für einen baldigen Bau der Schnelltrasse sei.

Um das Thema auch in Kiel voranzutreiben, haben die A 20-Befürworter eine Unterschriftenaktion gestartet, bei der schon jetzt 10 000 Menschen unterschrieben haben. Wenn nur 100 Teilnehmer der gestrigen Zukunftskonferenz einer Aufforderung von Austermann folgen, könnten ganz schnell weitere 10 000 hinzukommen.

Die Akteure verteilten zum Mitnehmen gestern Umschläge mit zehn Listen für jeweils zehn Unterschriften. Jeder Teilnehmer, so Austermann, könnte allein im Bekanntenkreis 100 Unterschriften für die A 20 sammeln. 100 Unterschriften von 100 Mitstreitern macht unterm Strich weitere 10 000 Unterschriften für die A 20. Insgesamt genug für eine Volksinitiative.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen