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Stadtwerke Wilster: : Weiter am Klosterhof oder Neubau auf Meiereigelände ?

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Werkausschuss berät über die Zukunft des städtischen Energieversorgers.

Wie viel Stadtwerke werden zukünftig noch in Wilster gebraucht? Diese Frage stellen sich Werkleitung, Werkausschuss und Ratsversammlung in der Marschenstadt. Inzwischen sind die Stadtwerke Wilster mit Itzehoe und Glückstadt weitestgehend in die Stadtwerke Steinburg aufgegangen; alle Mitarbeiter gehören ebenfalls zu dem fusionierten Versorgungsbetrieb. Einzige Ausnahme ist Werkleiter Ludger Schneider, der noch die Fahne als Chef der Stadtwerke Wilster hoch hält. Im Werkausschuss diskutierten die Kommunalpolitiker der Marschenstadt über mögliche Zentralisierungs- oder Entwicklungsmöglichkeiten am Standort Wilster. Dazu hatte der Itzehoer Architekt Klaus Kunert eine Standortuntersuchung sowohl für das Grundstück der Stadtwerke am Klosterhof als auch für die alte Meierei an der Etatsrätin-Doos-Straße vorgenommen, wo der unter der Regie der Stadtwerke betriebene Bauhof seinen Sitz hat.

Aktueller Anlass für ein Zukunftskonzept ist eine notwendige Erweiterung der Kindertagesstätte Schwalbennest auf einem knapp 600 Quadratmeter großen Teil des jetzigen Stadtwerkegeländes. Hier müsste das 1994 errichtete Werkstattgebäude und Warmlager der Kita-Erweiterung weichen und abgerissen werden. Kunert berichtete über weitere notwendige Abbrucharbeiten, die den baufälligen Anbau an das Betriebsgebäude, das Lagergebäude im hinteren Grundstücksbereich in Richtung Bürgermeistergarten und die zum Teil maroden Unterstände auf dem Betriebsgelände betreffen. Ersatzbauten würden für ein Werkstattgebäude sowie für Garagen notwendig.

Die Kosten für die Investitionen am Klosterhof bezifferte Kunert mit rund einer halben Million Euro. Mehr als doppelt so teuer würde es, Bauhof und Stadtwerke auf dem städtischen Gelände der alten Meierei zu konzentrieren, das alte Wohn-Bürogebäude sowie die rechtseitige Großgarage abzureißen und dort einen Neubau zu erstellen. Die Gesamtkosten hatte Architekt Kunert mit 1,3 Millionen Euro errechnet. Kunert favorisierte den Klosterhof wegen geringerer Kosten und schnellerer Durchführung, während für das alte Meiereigebäude noch die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen mit einer Änderung des Bebauungsplanes Nr. 14 geschaffen werden müssten. Außerdem müssten die Stadtwerke Grund und Boden von der Stadt erwerben. Der Wert ist mit 200 000 Euro berechnet. Andererseits könnten die Stadtwerke ihr aktuelles Bürogebäude mit vier Wohnungen verkaufen. Ein unabhängiger Gutachter hat den Wert mit 286 000 Euro errechnet. Auf der Einnahmenseite der Stadtwerke könnten zudem rund 37 500 Euro für den Verkauf der für die Kita-Erweiterung benötigten Teilfläche an die Stadt verbucht werden.

Gleichwohl stellte Ratsherr Mark Dethlefs (CDU) die Frage in den Raum, ob es nicht vorteilhafter sei, Stadtwerke und Bauhof an einem Standort zu konzentrieren. Er versicherte: „Wir wollen die Stadtwerke Wilster als Standort und als Anlaufpunkt für die Bürger und Mitarbeiter erhalten.“ Dethlefs forderte die Leitung der Stadtwerke Steinburg auf, verbindlich zu erklären, welcher Bedarf zukünftig für den Betrieb der Stadtwerke in Wilster vorgehalten werden müsse. Bis dahin wurde eine Entscheidung des Werkausschusses vertagt.

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