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Norddeutsche Rundschau

26. September 2017 | 22:06 Uhr

Kleve : Weitblick und Natur pur

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Peter Hintz und Helga Hadenfeldt sind Nachbarn – ihre Lieblingsorte sind der Geesthang mit Naturschutzgebiet und die Wälder.

von
erstellt am 10.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Was verbindet Menschen mit dem Ort, in dem sie leben? Welches Fleckchen hat den Ort besonders geprägt? Und an welchen Plätzen halten sich die Einwohner besonders gerne auf? Mit alteingesessenen Bürgern machen wir einen Spaziergang durch ihre Heimatgemeinde. Heute geht es mit Helga Hadenfeldt und Peter Hintz durch Kleve.

Sie sind hier geboren, haben ihr ganzes Leben hier verbracht – woanders zu wohnen, kam für Peter Hintz (68) und Helga Hadenfeldt (74) nicht in Betracht. Warum auch? Für sie ist Kleve ein Dorf , in dem es sich wunderbar leben lässt. Besonders in der Straße Achtern Barg, dort sind Hintz und Hadenfeldt Nachbarn.

Nach ihrem Lieblingsort im Dorf befragt, sehen sich beide nachdenklich an. „Da gibt es viele“, sagt Helga Hadenfeldt und erntet ein zustimmendes Nicken von Peter Hintz. Kleves Herzstück ist Natur pur. „Und dann dieser Weitblick vom Klever Hang in die Wilstermarsch hinein – einfach schön“, meint Peter Hintz. Und so ist es auch gar nicht verwunderlich, dass viele Besucher nach Kleve kommen, um in der waldreichen Umgebung Erholung zu suchen. „Der Klever und der Rahder Wald sind auf jeden Fall meine Lieblingsorte“, erzählt Helga Hadenfeldt. Ebenso der Park rund um das Gut Kleve, 1913 gekauft und gestaltet von Fabrikant Dr. Dralle, später als Hotel und Restaurant genutzt. Besonders gern wandert sie durch das Naturschutzgebiet. Dorthin zog es übrigens auch mal Wilsteraner Geschäftsleute, die sich in dem Bereich Wochenendhäuser bauten. Als dann das Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde, wurden die Häuschen nicht mehr geduldet. Nur eines hatte Bestandsschutz, war früher einmal eine Silberfuchsfarm – von 1929 bis 1950, von einem damaligen Wilsteraner Tierarzt betrieben. Ein Teil des Geländes wurde später der Stadt Wilster zur Nutzung als Wasserwerksbrunnen verkauft – das Wasserwerk Kleve Achtern Barg besteht seit mehr als 100 Jahren.

Und von den Wegen rund um den höher gelegenen Wasserturm aus hat man eine beeindruckende Sicht – bei klarem Wetter bis nach Brunsbüttel. „Kleve hat im Umfeld mit das beste Wasser überhaupt. Früher wurde das klare Wasser nach Krummendiek gefahren, wo es zum Kaffeekochen für den Kaffeeball genutzt wurde“, erinnert sich Helga Hadenfeldt. Mit Krummendiek verbinde die Klever natürlich die Geschichte. Das Gut Krummendiek sei quasi der Ursprung der Gemeinde Kleve. Und noch heute gehört Kleve zum Kirchspiel Krummendiek, die Klever besuchen dort die Gottesdienste. Als Kinder machten sich Helga Hadenfeldt und Peter Hintz noch auf den Weg in die Landschule, die sich gegenüber der Kirche befand. Sie liefen dann den Karkstieg entlang. „Im Winter sind wir oft auf Schlittschuhen zur Schule gelaufen“, merkt Helga Hadenfeldt lachend an.

Bei der Fahrt und den kleinen Zwischenstopps an besonderen Plätzen am Wasserturm und im Ort kommen die Erinnerungen an den Sandabbau – der Klever Sand wurde beispielsweise als Untergrund für die Umgehungsstraße Wilster genutzt – und an viele kleine Geschäfte sowie Menschen, die dort einmal wohnten und arbeiteten. „Wir hatten einen Schuster, Bäcker und sogar zwei Einkaufsläden, eine Ziegelei, Mühle und Meierei“, erzählen die beiden. Das gibt es nicht mehr, Hier erging es Kleve wie unzähligen anderen Dörfern auch. Zum Einkaufen fahren die Klever Richtung Wilster, Wacken und Itzehoe. Dafür gibt es heute andere Gewerbeunternehmen, aber auch noch alt eingesessene. Und es gibt die Landgaststätte Klever Hof (Hell). Die Gaststätte mit Kegelbahn ist einer der Mittelpunkte des Dorfes, in dem viele Veranstaltungen stattfinden. Gerade das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde ist Helga Hadenfeldt und Peter Hintz wichtig. Der Zusammenhalt im Dorf, in dem doch noch so manches geboten werde, zum Teil in Kooperation mit den Nachbardörfern wie beispielsweise der 1998 erbaute Kindergarten. Viele Vereine gibt es noch – und beim Kinderfest und Ernteumzug sind die Klever mit Begeisterung dabei. Dann ist das ganze Dorf auf den Beinen, auch zum Vergnügen von Helga Hadenfeldt und Peter Hintz. Beide haben zufrieden festgestellt: „Auch die Zugereisten fühlen sich in Kleve wohl.“

 

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