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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 15:03 Uhr

Vandalismus : Weihnachtsmarkt in Gefahr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einbrüche an verschiedenen Ständen auf Itzehoer Weihnachtsmarkt. Täter zerstören Scheiben, Beute nur gering. Polizei verstärkt Präsenz.

von
erstellt am 05.Dez.2013 | 12:01 Uhr

Mal eine zerfetzte Lichterkette oder ein zerrupfter Tannenbaum – gegen Vandalismus war der Itzehoer Weihnachtsmarkt noch nie gefeit. Doch so schlimm wie in diesem Jahr war es lange nicht. „Die randalieren uns den Weihnachtsmarkt kaputt“, klagt Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula.

Besonders hart traf es Ferdinand-Uwe Cordts. Bereits Montag zwischen 22 und 23 Uhr wurden an seinem Zuckerwaren- und Mutzenstand in der Kirchenstraße zwei Starkstromkabel entwendet. In der folgenden Nacht schlugen Unbekannte die Scheibe der Eingangstür zum Süßwarenwagen ein. Weil der Wagen für die Autobahn zugelassen ist, handele es sich um eine Sicherheitsglasscheibe. „Die muss jetzt maßangefertigt werden – ein teurer Spaß“, ärgert sich Cordts. Der Schaden beträgt 1500 bis 2000 Euro. Zudem fehlen etwa 50 Euro Wechselgeld. „Das ist wirklich blöd und nervig!“ Im nächsten Jahr werde er seine Stände verstärkt sichern und mit Videoüberwachung ausstatten.

Beim Kinderkarussell wurde die Türscheibe am Kassenhäuschen mit einem Pflasterstein eingeworfen und die Kasse durchsucht. Die Einbrecher gingen leer aus, doch der Schaden liege bei etwa 150 Euro, ärgert sich Marvin Plagmann, Neffe des Betreibers.

Eingebrochen wurde auch am Wurststand von Birgit Fahrenkrug auf dem La-Couronne-Platz – ohne Beute. Fahrenkrug nimmt den Vorfall gelassen. Es sei der dritte Einbruch in 30 Jahren, „damit muss man rechnen“. Am Schwenkgrill von Dirk Wilcke in der Breiten Straße fehlt ebenfalls nichts, aber: „Sie haben rohe Bratkartoffeln durch die Gegend geworfen“, berichtet Mitarbeiter Matthias Ahrens.

Lydia Keune trifft die „gezielte Randale“ tief. In den Vorjahren sei es „eigentlich gut gelaufen“, doch die jetzige Vandalismus-Serie führe dazu, „dass Standbetreiber nicht mehr so gerne nach Itzehoe kommen werden“. Die Polizei werde verstärkt Streife gehen, sagt sie. „Und wir denken über weitere Überwachungsmechanismen nach.“ Eine totale Sicherung sei jedoch so teuer, dass als letzte Konsequenz nur bliebe: „Wenn es nicht aufhört, kann es schlimmstenfalls keinen Markt mehr geben.“

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