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Norddeutsche Rundschau

23. September 2017 | 04:03 Uhr

Großübung : Wehren retten altes Pastorat

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wrist, Kellinghusen, Quarnstedt und Wulfsmoor-Hingstheide im Einsatz.

Die Alarmmeldung der Leitstelle in Elmshorn ließ gegen 18.40 Uhr auf einen schlimmen Einsatz schließen: „Großfeuer, Menschenleben in Gefahr, starke Rauchentwicklung, Jugendgruppe im Gebäude, Wrist, Stellauer Kirchenweg 13, Altes Pastorat“! Zeitgleich wurde für die vier Wehren, Wrist, Kellinghusen, Quarnstedt und Wulfsmoor-Hingstheide dieser Alarm ausgelöst. Der Alarm entpuppte sich dann jedoch als großangelegte Übung.

Einsatzleitfahrzeuge, Lösch- und Tankfahrzeuge und die Drehleiter aus Kellinghusen machten sich auf den Weg zum Einsatzort. Glücklicherweise ohne Aufenthalt an den Bahnübergängen erreichten die Kräfte zügig das alte Pastorat und wurden dort vom Einsatzleiter Siegfried Plath von der Freiwillige Feuerwehr Wrist eingewiesen. Mit mehreren Atemschutztrupps drangen die Feuerwehrleute in das komplett mit Disconebel verrauchte Reetdachhaus ein. Dort fanden sie in den Räumen mehrere Jugendliche, die umgehend mit Fluchthauben durch den Qualm nach außen geführt wurden. Zeitgleich wurde die Wasserversorgung aufgebaut, um den Brand in dem großen, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Haus mit genügend Wasser zu bekämpfen.

Ein zwischenzeitlich ausgerufener Atemschutznotfall, bei dem der Unfall eines Feuerwehrmannes im Rauch simuliert wurde, forderte die bereitstehenden Rettungstrupps noch zusätzlich. Mit einem Wasserwerfer aus dem Korb der Drehleiter wurde das Feuer im Reetdach intensiv von außen bekämpft.

Bei der anschließenden Manöverkritik kam neben der schwankenden Wasserversorgung auch die sonst wild im Kreisel parkenden Autos zur Sprache, die eine wirkungsvolle Brandbekämpfung erheblich behindern könnten. Nur die wenigen ausgewiesenen Parkplätze direkt vor dem Pastorat sind erlaubt, sonst nur weiter weg liegende Stellflächen. Diesmal gab es deswegen keine Beanstandungen.

„Die Zusammenarbeit der vier Wehren klappte prima!“ sagte Wehrführer Plath. Nach dem Tausch der nassen Schläuche und leer geatmeten Luftflaschen durch die Feuerwehrtechnische Zentrale vor Ort, ging es für die Wehren wieder heimwärts.

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