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Feuerwerk : Wehr hofft auf ruhige Silvesternacht

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beim Abbrennen von Silvester-Raketen schützt der richtige Umgang vor Verletzungen

von
erstellt am 30.Dez.2015 | 16:46 Uhr

Auch die Steinburger werden es an Silvester wieder richtig krachen lassen. Seit dem 29. Dezember dürfen in Deutschland Feuerwerkskörper verkauft werden. Im Vorjahr gingen bundesweit satte 124 Millionen Euro für Knaller, Böller und Raketen über den Ladentisch. Für die Feuerwehr ist der 31. Dezember regelmäßig ein Großkampftag.

In der Nacht zum Jahreswechsel 2013/2014 waren die Wehren im Kreis Steinburg 14 Mal im Einsatz, ein Jahr später rückten sie „nur“ zehn Mal aus. „Das ist dennoch eine erhebliche Zahl“, sagt Patrick Rusch. Der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Steinburg hofft, dass die Zahl der Alarmierungen diesmal abermals sinkt. Der richtige Umgang mit den Knallkörpern ist die beste Prävention für einen unfallfreien Jahreswechsel. Raketen aus der Hand abzuschießen sei ebenso gefährlich wie der erneute Versuch, einen nicht gezündeten Böller erneut anzuzünden. „Man darf nicht vergessen, dass es sich dabei um Sprengstoff handelt“, betont Rusch.

Schon am Ladentisch ist Obacht geboten. Beim Einkauf sei die Identifikationsnummer der BAM entscheidend. Denn die weist nach, dass Böller, Rakete oder Batterie den Segen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) erhalten habe. Besonders im Internet kursieren zahlreiche Angebote von Böllern, die dieser Prüfung nicht unterliegen. Die Feuerwehr warnt vor dem Abrennen dieser Knallkörper.

Darüber hinaus gelte es, die gesetzlichen Verordnungen einzuhalten. Sollte es doch zu einem Brand kommen, empfiehlt Rusch den telefonischen Notruf. Den Helden zu spielen, sei im Zweifel die falsche Entscheidung. Und wenn man selber einen Löschversuch unternimmt, dann mit einem Feuerlöscher. Rusch weist darauf hin, dass Rettungswege und Feuerwehrzufahrten freigehalten werden müssen: „Besonders in Mietshäusern dürfen die Flure nach draußen nicht mit Fahrrädern oder Kinderwagen verstellt sein.“ Gleiches gilt für Balkone. „Viele Bürger lagern dort Altpapier. Sollte eine Rakete den Weg dahin finden, kann sich das sehr leicht entzünden.“ Um schwerwiegende Folgen eines Querschlägers zu verhindern, sollten zudem die Fenster geschlossen sein.

In jüngster Vergangenheit ging die Mehrzahl der Silvestereinsätze im Kreis glimpflich ab. In Hohenlockstedt waren 2014 beim Brand in einem Silo drei Wehren im Einsatz, in Oldendorf brannte ein Carport samt Auto nieder. Gott sei Dank blieb es bei Sachschaden.

Diese Bilanz wünscht sich Rusch auch in diesem Jahr, wobei er auch gerne ganz auf Einsätze verzichten würde.

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