Brunsbüttel : Wegweiser zum Traumjob

Handwerk zum Anfassen: Azubi Kevin Beuck erläuterte bei der Ausbildungsmesse 2017 die Grundtechniken des Lötens.
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Handwerk zum Anfassen: Azubi Kevin Beuck erläuterte bei der Ausbildungsmesse 2017 die Grundtechniken des Lötens.

Auf Brunsbütteler Ausbildungsmesse stellen sich 56 Betriebe mit insgesamt 130 Lehrberufen vor.

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25. Februar 2018, 16:10 Uhr

Die Qual der Wahl haben regelmäßig Schulabgänger, wenn es um den Start ins Berufsleben geht. Die Vielzahl der Ausbildungsberufe macht es nicht einfach, den Weg zum Traumjob zu finden. Hier setzt in Brunsbüttel seit 13 Jahren die Ausbildungsmesse an, in der Azubis interessierten Schülern Einblicke in ihren Ausbildungsalltag geben – der Dialog auf Augenhöhe gehört für die Organisatoren zum Erfolgsrezept der Veranstaltung.

Ebenso nicht wegzudenken sind die so genannten Ausbildungspaten. Sie begleiten ehrenamtlich die jährliche Brunsbütteler Jobmesse. „Wir haben als Paten für Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz bekamen, angefangen“, erzählt Karin Süfke. Die Bürgervorsteherin ist seit Anfang an dabei und freut sich mit Uwe Majewski von der Arbeitsagentur Heide, dass die Messe sich so gut entwickelt hat. „Bei der ersten Messe hatten wir zwölf Betriebe, die sich vorgestellt haben, jetzt sind es 56, die zirka 130 Berufe präsentieren“, kündigt Majewski an.

Viele Stände werden von Auszubildenden betreut, die auf Augenhöhe den Interessierten ihre Fragen beantworten. „Es hat in der Vergangenheit viel Überzeugungsarbeit gebraucht, bis wir damit in den Betrieben Gehör fanden“, erinnert Uwe Majewski. Aber das kommt bei den Jugendlichen an. Es wurden 29 Schulen aus den Kreisen Dithmarschen und Steinburg angeschrieben und auch die Betriebe kommen von beiden Seiten des Kanals. Vor allem, so Majewski: „Wir konnten 19 neue Firmen, darunter einige Handwerker, für die Ausstellung gewinnen.“

Die beteiligten Firmen haben in den vergangenen Jahren durchweg eine positive Resonanz abgegeben. „Es muss tatsächlich viel Werbung für eine Fach-Ausbildung betrieben werden, das hat mich erstaunt“, sagt Maren Behrens von der Schramm-Group. Deren Stand wird von den Auszubildenden ausgearbeitet und präsentiert. „Das bringt auch unseren Lehrlingen viel Spaß und fördert die Teamfähigkeit“, so Behrens.

Überhaupt setzen die Firmen auf soziale Kompetenz und Teamfähigkeit potenzieller Azubis. „Mir nützt ein Einzelkämpfer mit einem Einser-Zeugnis nichts, wenn er nicht teamfähig ist“, sagt Jürgen Peters von Sasol. Und Isabell Schneede weiß aus Erfahrung, dass viele junge Leute sich über die Messe intensiv auf ihre Ausbildung vorbereiten. Beispiel: „Ein junger Hauptschüler wollte gerne Chemikant werden, hat über ein Praktikum den Beruf ausprobiert und dann alles für einen Realschulabschluss getan, um dann eine Ausbildung in seinem Traumberuf zu beginnen“, erzählte die Personalreferentin von Total.

Das ist die Umsetzung des Werbeslogans der Ausbildungsmesse: „Ideen sammeln, informieren, Kontakte knüpfen – Dein Weg zum Erfolg“. Jetzt hoffen die Organisatoren, dass möglichst viele Schüler die Chance nutzen und die Messe besuchen. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein Nachmittagsangebot auf zu geringe Resonanz stößt“, erklärt Uwe Majewski. In der Zeit von 9 bis 14 Uhr stehen am 14 März Ausbilder und Auszubildende in der Halle am Bildungszentrum Rede und Antwort. Der Eintritt ist frei.

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