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Wegen erhöhter Brandgefahr: Feuerwehr in Quarnstedt rüstet auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Ein neuer Radweg, verbreiterte und befestigte Straßen – auffällig sind in jüngster Zeit vor allem die baulichen Maßnahmen, die in Quarnstedt mit der Errichtung der geplanten Gasverdichterstation einher gehen und das Bild der Gemeinde und ihrer Umgebung nachhaltig verändern. So fanden sich auch nun wieder 35 Teilnehmer – zehn Gemeindevertreter und 25 Zuhörer – im Dörpshus zur letzten Gemeindevertretersitzung des Jahres ein.

Einhergehend mit einer erhöhten Brandgefahr durch die Gasverdichterstation müsse die technische Ausstattung der Feuerwehr angepasst werden. „Das bedeutet, dass wir ein neues Feuerwehrfahrzeug anschaffen werden“, kündigte er an. Da dies nicht im bestehenden Feuerwehrgerätehaus untergebracht werden kann, wurde beschlossen, ein neues Feuerwehrgerätehaus östlich ans bestehende anzubauen. „Die Baugenehmigung liegt bereits vor.“ Im Sommer sollen das Haus fertig gestellt und das Fahrzeug angeschafft sein.

Bei den Bauarbeiten für die Zuwegung zur Gasverdichterstation sei die Notwendigkeit zur Verbesserung der Straßen und zum Bau eines Radweges festgestellt worden. „Unser Ziel: Fertigstellung bis Weihnachten. Und: Wir haben es geschafft! Bis auf die Deckschicht, die im kommenden Februar aufgetragen wird, ist der Radweg fertig.“ Die Benutzung sei im Moment jedoch noch auf eigene Gefahr. Offiziell eingeweiht wird er im Frühjahr 2014. Um die Schlagkraft der Feuerwehr im Ort zu gewährleisten und zu erhöhen, hat die Gemeinde zusätzliche Anreize für den Dienst geschaffen. Die Kosten für den Erwerb einer Fahrerlaubnis der Klasse C wurde von der Gemeinde übernommen. Wehrführer Sönke Schümann-Pietz berichtete weiter: „Wir haben derzeit 31 Aktive, der Altersdurchschnitt liegt bei 45 Jahren.“ In acht Alarmierungen seien vorwiegend Hilfeleistungseinsätze absolviert worden. „Wir hätten gerne mehr Mitglieder“, warb er für die Teilnahme am Dienst. Wegen des zu großen Aufwandes für eine kleine Wehr könne aber keine eigene Jugendfeuerwehr aufgebaut werden. „Sie gehen aufgrund eines Abkommens nach Wrist.“

Mit der Geschäftsführung der Gasunie sei im Mai ein städtebaulicher Vertrag unterzeichnet worden, der alle mit dem Neubau der Gasverdichterstation stehenden baulichen Aktivitäten und Folgemaßnahmen regelt und der vor allem das Dorf, in dem zahlreiche Auseinandersetzungen tobten, wieder beruhigte.

Die Energetische Sanierung des Dörpshus mit 75 Prozent EU-Fördermitteln wird im kommenden Frühling abgeschlossen sein. Auch im Feibad sind die Maßnahmen für eine grundlegende Sanierung mit EU-Fördermitteln von knapp 50 Prozent bis zu 50 000 Euro angelaufen. „Wir werden gleichzeitig einen barrierefreien Zugang für Gehbehinderte und Rollstsuhlfahrer schaffen.“

Nach Kanalreinigung und Kamerainspektion im Jahr 2012 mit Kosten von 250 000 Euro sollen die Sanierungsmaßnahmen ab 2015 in einem Zeitraum von zehn Jahren nach Schadenspriorität vorgenommen werden, mit Kosten von rund 30 000 Euro pro Jahr. „Voraussichtlich muss ab 2016 die Abwassergebühr neu berechnet werden.“

Auch mit der Breitbandverkabelung gehe es jetzt voran. Unsere Gemeinde zählt zu den zehn ,Prioritätsgemeinden’. Jeden Haushalt werde das eine einmalige Anschlussgebühr von 49 Euro kosten. Am 6. Februar um 20 Uhr findet im Dörpshus eine Einwohnerversammlung zum Thema statt.

Das Gute-Nacht-Taxi hingegen sei „eher mau“ angenommen worden. „Wir hatten keine Verkäufe in Quarnstedt“, und auch woanders kam es nicht gut an. „Das ist bedauerlich.“

Aufmerksam machte der Bürgermeister auf die auf die Gemeinde zukommenden weiteren finanziellen Belastungen: Mehreinnahmen in Höhe von 118 000 Euro (31 Prozent des diesjährigen Finanzvolumens) stünden eine gesteigerte Kreisumlage, eine gestiegene Umlage ans Amt Kellinghusen und Gewerbesteuerumlagen, außerdem zwei neue Abgaben, die „Finanzausgleichsumlage Land“ und Finanzausgleichsumlage des Kreises gegenüber. „Die Kreativiät des In-die-Kasse-Greifens kennt keine Grenzen.“ Sein Fazit: „Von der Mehreinnahme von 118 400 Euro an Steuern verbleiben der Gemeinde 8400 Euro.“

Zum Schluss noch eine Personalie: Für die verzogene Kirsten Dohse rückte Herbert Schlecht nach.

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