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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 20:52 Uhr

Bildung : Weg zum Abitur geebnet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gymnasium und Gemeinschaftsschule in Brunsbüttel schließen einen Kooperationsvertrag.

Was in der Vergangenheit bereits erfolgreich auf freiwilliger Basis praktiziert wurde, ist jetzt mit einem Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinschaftsschule und dem Gymnasium Brunsbüttel sowie mit der Stadt Brunsbüttel als Schulträger auf rechtlich verbindliche Füße gestellt worden. Damit haben Jugendliche, die nach dem Realschulabschluss das Abitur als weiterführenden Schulabschluss anstreben, einen Rechtsanspruch auf die Aufnahme in die Oberstufe des Gymnasiums.

Der Kooperationsvertrag wurde gestern Mittag von den Schulleitern Hans-Walter Thee (Gymnasium) und Hans-Peter Stein (Gemeinschaftsschule) sowie von Bürgermeister Stefan Mohrdieck unterzeichnet. Diese Vereinbarung „soll unsere Schülerinnen und Schüler beim Wechsel und bei Übergängen zwischen den Schulen unterstützen, die Zusammenarbeit der beiden weiterführenden Schulen fördern und der Entwicklung des Schulstandortes dienen“.

Der Schulwechsel ist aber nicht nur in die Oberstufe des Gymnasiums möglich, sondern soll durchlässig auch in den unteren Jahrgangsstufen ermöglicht werden. Der Vertrag, so berichtete Hans-Walter Thee, sei nicht nur sinnvoll, sondern durch das Schulgesetz auch notwendig geworden.

Bürgermeister Stefan Mohrdieck: „Es ist wichtig, dass sich beide Schulen auf einen gemeinsamen Weg gemacht haben.“ Der Verwaltungschef wertete den Vertrag als ein gutes Zeichen für das Ziel, in Brunsbüttel allen Schülern den Weg zum persönlich besten Schulabschluss zu ebnen.

Die schon seit Jahren praktizierte Zusammenarbeit würdigte Hans-Peter Stein als „eine große Erfolgsgeschichte“. Sie wurde von Hans-Walter Thee mit eindrucksvollen Zahlen unterfüttert. In den letzten neun Jahren sind 112 Schüler von Regional- oder Gemeinschaftsschulen ans Brunsbütteler Gymnasium gewechselt, 35 von ihnen sind noch im laufenden Unterricht dabei. Von den übrigen 77 Jugendlichen haben 50 (65 Prozent) das Abitur bestanden, zwölf (16 Prozent) verließen das Gymnasium mit der Fachhochschulreife, während 15 (19 Prozent) eine Ausbildung antraten oder ein Bundesfreiwilligenjahr absolvierten. Für das neue Schuljahr waren 17 Schüler aus Regional- oder Gemeinschaftsschulen in die gymnasiale Oberstufe aufgenommen worden, davon 14 aus Brunsbüttel.

Als Oberstufenkoordinator des Gymnasiums listete Peter Rohlf die Voraussetzungen für den Wechsel von der Gemeinschaftsschule ins Gymnasium auf: Mindestens ein Notendurchschnitt von 2,4 in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch oder ein Durchschnitt aller Zeugnisnoten unter 3,0. „Von den Bewerbungen der letzten Jahren haben die meisten diese Bedingungen erfüllt“, bestätigte Rohlf. Hans-Peter Stein ergänzte: „Wer die 2,4 in den Kernfächern erreicht, hat die besten Voraussetzungen.“

Thee berichtete, dass ein weiterer Kooperationsvertrag des Gymnasiums mit der Gemeinschaftsschule St. Michaelisdonn in Vorbereitung sei. Dennoch sei auch von allen anderen Schulen auf der Grundlage der freien Schulwahl ein Wechsel in die gymnasiale Oberstufe möglich, sofern Kapazitäten vorhanden und die Schulnoten stimmten.

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