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Schul-Kooperation : Weg zum Abi führt über Brunsbüttel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gymnasium der Schleusenstadt und St. Michler Gemeinschaftsschule vereinbaren Zusammenarbeit.

Der Weg zum Abitur kann jetzt für Schüler der Gemeinschaftsschule St. Michaelisdonn auch über das Gymnasium der Schleusenstadt führen. Gestern unterzeichneten die beiden Schulleiter Hans-Walter Thee und Helge Thomsen eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Die Donner Schüler ermöglicht ihren Schülern das Abitur auch über die Zusammenarbeit mit den Beruflichen Schulen in Heide und Itzehoe, das Gymnasium kooperiert bereits mit der Brunsbütteler Gemeinschaftsschule.

Zwischen zwölf und 20 Prozent der Donner Gemeinschaftsschüler wechseln auf eine weiterführende Schule, sagt Helge Thomsen. Da seine 380 Schüler aus einem Einzugsgebiet von Itzehoe bis Heide kommen, lag es nahe, den bestehenden Kontakt nach Brunsbüttel zu intensivieren. Nach aktuellen Richtlinien genügt ein Notendurchschnitt von 3,0, um von der Gemeinschaftsschule nach der 10. Klasse ans Gymnasium (720 Schüler) zu wechseln, um dort das Abitur zu machen. Ein Durchschnitt, den Hans-Walter Thee allerdings für irreführend hält. Auch Thomsen zweifelt, ob Schüler damit den Anschluss im Gymnasium finden. Er setzt darauf, den Eltern Empfehlungen zu geben. Er sagt, dass die glatte Drei als Notendurchschnitt nicht unbedingt ausreiche. Da liege es auch in der Verantwortung der Schule, ein vorzeitiges Scheitern zu verhindern.

Ohnehin, am Gymnasium, in dessen Unterricht Gemeinschaftsschüler hineinschnuppern können, werde nicht allein über die Zensur entschieden. „Die Schüler bewerben sich bei uns“, erklärt Thee. Lernbereitschaft, aber auch angesteuerte Ziele mit dem Abitur würden abgeklopft. Denn, so der Oberstudiendirektor, es mache keinen Sinn, mangels beruflicher Perspektive erstmal das Abitur anzupeilen. Solche Wartezeiten, machte er gestern deutlich, brächten den Schülern nichts. Das bestätigt Helge Thomsen, der frühzeitige Berufsorientierung für sehr wichtig hält.

Über Fachkonferenzen wollen sich beide Schulen auf dem Laufenden halten – inhaltlich ebenso wie bei den Lehrmethoden. Das soll Brüche beim Wechsel möglichst vermeiden. Thee erinnert daran, dass auch Schüler vom Gymnasium an eine Gemeinschaftsschule wechseln. Hierbei hat er beobachtet, dass schon jetzt St. Michaelisdonn in diesem Fall bevorzugt gewählt werde.

Brunsbüttels Bürgermeister Stefan Mohrdieck begrüßt die Kooperation: „Wir haben als Stadt eine überörtliche Versorgungsfunktion. Da ist es gut, dass die Schulen zusammenarbeiten.“ So biete sich Eltern und ihren Kindern eine große Vielseitigkeit. Die trage der vielfältigen kindlichen Entwicklung Rechnung. „Wichtig ist, dass Gemeindegrenzen kein Hindernis darstellen.“ Dass dies nicht der Fall ist, belegt für ihn auch die Tatsache, dass sogar aus Burg und Süderhastedt Schüler das Brunsbütteler Gymnasium besuchen.

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erstellt am 11.Feb.2015 | 17:08 Uhr

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