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Neue Schultoiletten im Kreis Steinburg : WC-Sanierung: Itzehoe kassiert ab

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Kreisstadt reagiert mit ihren Anträgen für die Erneuerung von Sanitäteinrichtigen an Schulen am schnellsten. Insgesamt gehen rund 440 000 Euro vom Land nach Steinburg.

Zehn Millionen Euro hatte das Land für die Sanierung von Schultoiletten und Sanitärräumen bereitgestellt – 440  000 Euro davon fließen in den Kreis Steinburg. Allerdings hat nur derjenige Schulträger einen Zuschuss bekommen, der besonders schnell und pfiffig war. Und am schnellsten war die Stadt Itzehoe, die für ihre Schulen einen Großteil der Steinburg zustehenden Gelder bekommen hat. Daneben hat noch der Schulverband Brokstedt von den Landesmitteln profitiert. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Beate Raudies zurück.

Für Heinz Seppmann, Vorsitzender des Schulverbandes Brokstedt, kam das Förderprogramm gerade rechtzeitig. Die Sanitärräume vom Plietsch-Hus, in dem sich die Grundschule befindet, mussten dringend saniert werden. „Eltern und Besucher hatten sich schon über den schlechten Zustand beklagt.“ Der Schulverband nutzte die Möglichkeit, über das Sofortprogramm einem Zuschuss für die 117  000 Euro teure Sanierung zu bekommen. 80  000 Euro, der höchstmögliche Betrag, wurde als Förderung von Kiel gewährt. „Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, sagt Seppmann. Saniert werden mit dem Geld die Toiletten und Umkleideräume sowie die Duschbereiche für Jungen und Mädchen. Auch Toiletten für Erwachsene, die es bisher in der Schule nicht gab, für das Plietsch-Hus aber benötigt werden, werden gebaut. Die Arbeiten begannen in den Herbstferien, Mitte November sollen sie abgeschlossen sein, sagt der Vorsitzende.

Die Gelder aus dem Sofortprogramm des Landes, das Anfang 2017 über einen Nachtragshaushalt aufgelegt wurde, wurde auf die Kreise und kreisfreien Städte im Verhältnis der Anzahl der Schüler verteilt. Schulträger konnten zwischen dem 19. April und 10. Mai ihren Bedarf in Kiel anmelden.

Allerdings war das Interesse so groß, dass mehr als die Hälfte der Schulen nicht mit Fördergelder berücksichtigt werden konnten. Die Zuschüsse wurden kreisweit nach Eingang verteilt. Und die Stadt Itzehoe hat sich dabei am cleversten angestellt. Am ersten möglichen Abgabetag gingen die Anträge online bereits in Kiel ein. „Wir haben unseren Timer auf 0,01 Uhr gestellt“, sagt Stadtsprecher Stadtsprecher Frank-Dieter Simon auf Anfrage. Das hat sich finanziell ausgezahlt: Die Kreisstadt bekommt mit 356  000 Euro den Löwenanteil aus dem Steinburger Kontingent. Schnell sein wollte auch das Amt Kellinghusen, „eine Mitarbeiterin von uns hat bereits vor 7 Uhr morgens die Anträge abgeschickt“, sagt Bauamtsleiter Peter Hölck. Doch das reichte nur für die Grundschule Brokstedt. Die danach in Kiel eingetroffen Anträge der Grundschule und des Schulverbandes Hohenlockstedt wurden nicht mehr bedacht, das Kreiskontingent war erschöpft. Zu spät waren auch die Gemeinden Oelixdorf und Münster für ihre Grundschulen, der Kreis Steinburg für Steinburg-Schule und Sophie-Scholl-Gymnasium, die Schulverbände Horst (Jacob-Struve-Schule, Freibad und Grundschule Kiebitzreihe), Glückstadt (Bürgerschule) sowie das Amt Schenefeld (Grund- und Gemeinschaftsschule). Doch es gibt Hoffnung: Kiel kündigte an, eventuell weitere Gelder im kommenden zur Verfügung zustellen.

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