Wattolümpiade – die Spiele gehen weiter

Wattkampf im Elbschlick vor Soesmenhusen. Am 6. Juli wird die Wattolümpiade zum zehnten Mal ausgetragen.
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Wattkampf im Elbschlick vor Soesmenhusen. Am 6. Juli wird die Wattolümpiade zum zehnten Mal ausgetragen.

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07. Juni 2014, 16:51 Uhr

Mehr Mannschaften, mehr Spaß, mehr Überraschungen – die 10. Brunsbütteler Wattolümpiade verspricht eine Veranstaltung der Superlativen zu werden. Erste Rekorde wurden bereits gebrochen. Weitere Bestmarken sollen fallen. „Es werden die schmutzigsten Spiele aller Zeiten“, sagt Wattkampfleiter Oliver Kumbartzky.

Erster Rekord: Gerade einmal 55 Sekunden brauchte es, bis am Neujahrstag alle Startplätze für die zehnte Benefiz-Veranstaltung im Elbschlick vor den Toren der Schleusenstadt vergeben waren. Somit warf die Wattolümpiade, die am 5. Juli mit einer Olümpia-Party am Deich und am 6. Juli mit den schmutzigen Spielen für eine saubere Sache begangen wird, bereits im Januar ihre Schatten voraus. Nächste Bestmarke: Durch die Erweiterung der Wettbewerbe werden sich so viele Teams wie nie zuvor im Brunsbütteler Elbschlick tummeln und dort um wattolümpisches Edelmetall kämpfen. Es treten 16 Mannschaften beim Watthandball, acht beim Wattwolliball und acht beim Schlickschlittenrennen gegeneinander an. Das mit 16 Teams besetzte Fußball-Turnier steht aufgrund der zeitgleich stattfindenden Fußball-WM unter dem Motto „Fußballwattmeisterschaft 2014“.

Noch bevor sich die Wattlethen in den Schlick stürzen, wollen die Macher der Wattolümpiade gemeinsam mit Freiwilligen einen offiziellen Weltrekord brechen. Dieser wurde im Juli 2013 in St. Peter-Ording aufgestellt. Ziel ist es, mehr als 280 Personen ins Watt zu bringen, die dort auf dem Rücken liegend etwa fünf Minuten lang mit Armen und Beinen wedeln, um dort ihre Spuren in Form eines „Wattengels“ zu hinterlassen. „Ich bin sehr gespannt, ob es trotz des schweren Geländes gelingen wird, diesen Weltrekord nach Brunsbüttel zu holen“, sagt Rekordrichter Olaf Kuchenbecker, der im Namen des Rekord-Instituts für Deutschland das Vorhaben überwachen wird.

Doch nicht nur Spaß, auch Benefiz ist das Thema im 10. Olümpia-Jahr: Sponsoren wie die Raffinerie Heide, Vattenfall und die Stadtwerke Brunsbüttel tragen neben vielen weiteren „Ermöglichern“ die gesamten Veranstaltungskosten, sodass sämtliche Eintritts- und Startgelder als Spende weitergegeben werden können. Weit über 200 000 Euro hat der Verein seit 2004 mit dem schmutzigen Sport für eine saubere Sache gesammelt. Geld, das Krebsbetroffenen in der Region und deren Angehörigen zugutekommt. Die Einrichtung eines Angehörigenzimmers am Heider Westküstenklinikum sowie die Unterstützung der Kinderhospiz-Arbeit des Hospizvereins Dithmarschen stehen derzeit ganz oben auf der Liste der Projekte, die unterstützt werden sollen.

Bereits am Sonntag, 29. Juni, wird eine Ausstellung in der Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel eröffnet. Diese bietet einen Blick die Ursprünge des kuriosen Watt-Events, das weit mehr ist, als der vordergründige Quatsch im Matsch.


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