Krippenspiel op Platt in Wilster : „Wat de Engel uns seggn will“

Die Darsteller: hinten v. l. David Göttsche, Klaus Ehlers, Ingrid Lohmann, Krischan Böhmert, Hans-Werner Speerforck, Ute Sachau-Böhmert, Peter Göttsche, Kurt Ahmling, vorne v. l. Renate Eggers, Karin Beetz, Jürgen Ruge und Karl-Wilhelm Steenbuck – mit dem grünen Schaf „Pelle von Pellworm“...
Die Darsteller: hinten v. l. David Göttsche, Klaus Ehlers, Ingrid Lohmann, Krischan Böhmert, Hans-Werner Speerforck, Ute Sachau-Böhmert, Peter Göttsche, Kurt Ahmling, vorne v. l. Renate Eggers, Karin Beetz, Jürgen Ruge und Karl-Wilhelm Steenbuck – mit dem grünen Schaf „Pelle von Pellworm“...

Am zweiten Weihnachtstag wird das Krippenspiel in der St.-Bartholomäus-Kirche in Wilster in plattdeutscher Sprache aufgeführt.

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23. Dezember 2017, 05:00 Uhr

„Wie kannst du slapen an’n hellichten Dag, Maria?“, fragt Josef (Karl-Wilhelm Steenbuck). Maria (Karin Beetz) lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: „Ick slap nich, ick meditier’!“ Und während Josef die Meditation als „Flucht ut dat wirkliche Leven“ sieht und sich Sorgen um die Zukunft seines Kindes macht – „Dat ist zappendüster in de Welt“ –, freut sich Maria auf den Sohn. „Verget diene Sorgen! Frei di!“, ruft sie Josef zu. Die Meditation für sie eine besondere Art von Gebet, das die Probleme nicht ändere, aber einen anderen Blick auf das Leben bringe. Und so ist es Maria, die den Engel (David Göttsche) hört: „Wes nich bang!“

Im plattdeutschen Krippenspiel der evangelischen Kirchengemeinde Wilster am zweiten Weihnachtsfeiertag geht es diesmal darum, „Wat de Engel uns seggn will“. Das Stück aus der Feder von von Pastor em. Karl-Wilhelm Steenbuck befasst sich mit den Sorgen und Ängsten der Menschen – einst und heute – und mit der Hoffnung in dunkler Zeit. In dem Krippenspiel kommt der Engel mit seiner Botschaft der Freude zu den Hirten (Jürgen Ruge, Kurt Ahmling und Krischan Böhmert), auf der Bühne als Hingucker mit dem grünen Schaf „Pelle von Pellworm“, den heiligen drei Königen (Klaus Ehlers, Peter Göttsche und Hans-Werner Speerforck) und – in der Gegenwart – zu drei Frauen im Weihnachtsstress (Renate Eggers, Ingrid Lohmann und Ute Sachau-Böhmert). Nicht jeder mag zunächst an die hoffnungsfrohe Mitteilung glauben.

Hintergründig humorvoll, zum Teil auch mit Bezug auf die aktuelle Weltlage, dürfen die Gottesdienstbesucher gespannt sein auf die Dialoge in plattdeutscher Sprache. Die hat das Darsteller-Team am Donnerstagabend bei der Generalprobe noch einmal eingehend geübt. Die Szenen werden übrigens durch gesanglich verkündeter Freude, instrumental an der Orgel begleitet von Kantor Hartwig Barte-Hanssen, verbunden – wobei auch das Publikum mit einstimmen kann. Pastorin Terlse Möller-Göttsche fungiert als Toseggersch, Kai Mahrt betreut die Technik.

Der Gottesdienst am Dienstag, 26. Dezember, beginnt um 10 Uhr in der St.-Bartholomäus-Kirche. Im Anschluss wird eingeladen zu einem Zusammensein bei Kaffee und Gebäck unter der Orgelempore.

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