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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 11:34 Uhr

Wasserretter proben Ernstfall

vom

Jugendgruppe der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft trainiert auf der Großen Tonkuhle

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Itzehoe | Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel - ideales Wetter für einen Kanuausflug auf der Großen Tonkuhle. Doch was fröhlich begann, endete dramatisch: Das Kanu kenterte. Einer der Kanuten schwamm an Land, um Hilfe zu holen. Ein Nichtschwimmer hielt sich nach Leibeskräften am Kanu fest.

So fanden die Retter vom DLRG den Unglücksort vor und vermuteten eine weitere Person im Wasser, die zunächst an der Wasseroberfläche, später dann durch einen Schnorcheltaucher gesucht wurde. Der Nichtschwimmer wurde aus dem Wasser gezogen und an Land gebracht. Der junge Mann, der Hilfe holen wollte, wurde in der Nähe des Gewässers bewusstlos und unterkühlt aufgefunden, ein Herzstillstand drohte. Die Retter brachten ihn in die stabile Seitenlage, überwachten Puls und Atmung und deckten ihn mit einer wärmenden Decke ab.

Das dramatische Unglück war zum Glück keine Realität, sondern nur eine Übung der Jugendgruppe der DRLG Itzehoe unter der Leitung von Nico Scheerer. Enno Hafemeister (16), Claas Hörnlein (17), Sören Grümmer (17), Ann-Katrin Reimers (16), Bo Wollert (16) und Katharina Grümmer (19) traten an, um eine Übung im Rahmen der Fachausbildung Wasserrettungsdienst zu absolvieren. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei durch Lara Adomeit (15) und Dominik Lux (14), als Statisten standen Malte Grap und Finn Roeder zur Verfügung. Enno Hafemeister hat bereits gezeigt, dass er sein Wissen auch im Ernstfall anwenden kann: Zwei Tage vor der Übung rettete er bei der Delftorbrücke einen Mann aus der Stör (wir berichteten).

Im Anschluss an die Übung im Wasser bestritten die jungen Lebensretter eine Sanitätsübung an der Lohmühle in Hohenlockstedt. Dort sorgte eine Stichflamme am Lagerfeuer für zahlreiche Verletzte. Der theoretische Teil, der die Fachausbildung abrundet, folgt in Kürze.

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