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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 22:57 Uhr

Was wird aus der Kremper Schule?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Über Jahrzehnte gab es in Krempe eine Grund-, eine Haupt- und eine Realschule. Nur Eltern, die ihr Kind aufs Gymnasium schicken wollten, mussten den Nachwuchs in Glückstadt oder Itzehoe anmelden. Inzwischen aber sind die weiterführenden Schulen in der kleinen Marschenstadt ein Auslaufmodell. Weil die von der Landesregierung festgesetzten Mindestschülerzahlen nicht mehr erreicht wurden, wird die Gemeinschaftsschule derzeit „abgewickelt“, wie es Schulverbandsvorsteher Volker Haack (Foto) nennt. Derzeit gibt es schon keine fünften bis achten Klassenstufen mehr. Spätestens 2016 ist dann endgültig Schluss.

Dabei hat sich Krempes Politik erst zum Schuljahr 2009/10 für den Aufbau einer Gemeinschaftsschule entschieden. Das moderne Modell, im Kern ein Zusammenschluss von Haupt- und Realschule, sollte den Schulstandort Krempe sichern helfen. Doch der demografische Wandel ließ sich nicht aufhalten, hinzu kam die neu eingeführte freie Schulwahl. Selbst der millionenschwere Mensaneubau konnte den Schülerschwund nicht stoppen. So müssen sich Schulverband und Politiker nun überlegen, wie es mit dem Schulzentrum Krempermarsch weitergehen soll.

Haack, der auch Bürgermeister der Marschenstadt ist, arbeitet seit Monaten an einem tragfähigen Raumkonzept. Aktueller Stand: Die Grundschule soll in Richtung Burggraben ausgerichtet werden. Der neue Schulhof könnte zwischen Mensa und Flachbautrakt liegen. Rund 150 Jungen und Mädchen besuchen derzeit die Kremper Grundschule. „Damit stehen wir gut da und müssen uns keine Gedanken über eine mögliche Schließung machen“, betont Haack. 15 bis 16 Räume soll die Schule zukünftig nutzen können.

Kurz vor dem Verkauf steht das ehemalige Realschulgebäude gegenüber der Willi-Steinmann-Halle. Gesucht wird nun noch ein Käufer für das alte, zweistöckige Grundschulgebäude. „Das wird ab 2015 leer stehen“, kündigt Haack an. Auch die umliegenden Flächen könnten mit verkauft werden.

Angedacht ist weiterhin die räumliche Integration der beiden Kindergärten in den modernen Teil des Schultrakts. Derzeit seien die Kindergärten noch „sehr gut ausgelastet, auch dank des Ganztagsangebotes“.

Ganz nebenbei muss nach einer neuen Leitung für die Grundschule gesucht werden. Rektorin Gisela Hofmann nimmt derzeit ein Sabbatjahr und geht anschließend in den Ruhestand. „Zwei Bewerbungen gibt es“, freut sich Haack. Haack hofft, dass die Stelle bereits zum zweiten Halbjahr neu besetzt sein könnte.

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erstellt am 02.Okt.2014 | 11:21 Uhr

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