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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 15:24 Uhr

Schülerprojekt : Warnsignale erkennen

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Ausstellung in der Gemeinschaftsschule Wilster am 27. November zum Thema häusliche Gewalt.

von
erstellt am 19.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Warnsignale häuslicher Gewalt – eine Ausstellung will anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen aufrütteln, aufklären und zum Nachdenken anregen. In der Gemeinschaftsschule Wilster wird diese Ausstellung am Donnerstag, 27. November, im Port der Gemeinschaftsschule präsentiert. Vormittags werden sich die Neuntklässler die Ausstellung ansehen – nachdem sie sich im Vorfeld mit dem Thema häusliche Gewalt und deren Warnsignale auseinander gesetzt haben. Am Nachmittag ab 16 Uhr wird die Ausstellung öffentlich sein, dann sind Eltern, Schüler und weitere Interessierte eingeladen, sich die Präsentation anzuschauen und in ein Thema einzusteigen, das zum Hingucken auffordert.

Die Gemeinschaftsschule veranstaltet diese Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Frauenhaus Itzehoe, initiiert von der Gleichstellungsbeauftragten des Amtes Wilstermarsch Anke Rohwedder und Lehrerin Natascha Böhnisch, Gleichstellungsbeauftragte an der Schule. Im WPU-Unterricht arbeiten sich die Schüler der 9. Klassen und der Flexklassen in die Thematik ein. Sie gestalten in Gruppen ein Plakat zu diesem Thema.

Das Material für den Unterricht stellte René Pappon, Lehrer im Vorbereitungsdienst, für seine Kollegen zusammen – damit die wichtigsten Informationen schnell und ohne großen Aufwand genutzt werden können. Pappon: „Als Information dienten sowohl diverse Internetseiten als auch ein Gespräch mit ProFamilia.“ Dabei hebt er insbesondere die Internetseite gewalt-ist-nie-ok.de hervor. Diese stelle unterschiedliche geprüfte Tests zur Verfügung, mit denen Schülerinnen und Schüler selber feststellen können, ob sie eventuell „Gewalt“ erfahren. „Die Fragestellungen sind so lebensnah wie möglich, damit Kinder erkennen können, was Gewalt ist“, fügt Pappon hinzu. Schon eine Beleidigung, Streit oder Sarkasmus bedeuten eine Form von Gewalt. Im Vordergrund stehe dabei, dass die Schüler erkennen, dass sie als Kinder und Jugendliche auch Rechte haben.

Schulleiterin Marlis Krumm-Voeltz sieht diese Ausstellung als weiteres wichtiges Angebot der Schule im Rahmen von Gewaltprävention. In der Klassenstufe sechs beispielsweise wurde jüngst Cybermobbing thematisiert, für alle Mädchen der 5. bis 9. Klassen gab es einen Selbstverteidigungs-Tag. Das Ausstellungsthema passe prima in das Schulkonzept. Und häusliche Gewalt müsse auch in der Wilstermarsch thematisiert werden. „Wir sehen deutlich Problematiken. Es wird mehr, auch hier im ländlichen Raum“, sagt Marlis Krumm-Voeltz. Und Anke Rohwedder ergänzt: „Wir hoffen auch stark auf Kommunikation nach Hause.“ 15 Aufsteller mit Plakaten werden auf die diversen Formen von Gewalt hinweisen und Denkanstöße geben, wie beispielsweise: „Wenn er verlangt, dass du deine Träume aufgibst, bedeutet das Gefahr“.

Am 27. November werden die Neuntklässler zunächst ein Einführungsreferat hören und dann mit Fragebögen in Händen durch die Ausstellung gehen, um sich damit auseinander zu setzen. Marlis Krumm-Voeltz: „Dieses Thema muss einfach Thema in unserer Schule bleiben.“ Sie hofft auch auf viele Besucher am Nachmittag in der öffentlichen Präsentation.

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