Glückstadt : Warmes Heim in kalten Zeiten

Freuen sich, dass ihre Wohnung wieder warm ist: Jessica Kühl, Abdullah Ismail und die Kinder Amro (2 Monate) und Noor (2).
1 von 2
Freuen sich, dass ihre Wohnung wieder warm ist: Jessica Kühl, Abdullah Ismail und die Kinder Amro (2 Monate) und Noor (2).

Im Haus Stolpmünder Straße 37 bis 41 läuft die Heizung wieder. Weitere Erneuerungen sollen folgen.

shz.de von
11. Januar 2018, 05:00 Uhr

Das große Bibbern hatte für viele Mieter in dem Haus Stolpmünder Straße 37 bis 41 bereits am Folgetag ein Ende, die letzten waren vier Tage nach dem Gasausfall versorgt worden (wir berichteten). Heizlüfter und Elektrokochplatten sorgten für schnelle Hilfe. Alle beteiligten Firmen arbeiteten mit Hochdruck daran, dass die Mieter zumindest wieder eine warme Wohnung hatten.

Darüber war Lisa Demmin besonders glücklich. Brauchten sie und ihre Kinder doch nicht allzu lange in einer lauwarmen Wohnung zu frieren. Zwar bekam sie vom Vermieter auch einen elektrischen Heizkörper, aber dieser wärmte die Zimmer nur notdürftig. Inzwischen wurden Gasrohre ausgetauscht. Auch die Thermen und übrigen Gasleitungen sind überprüft worden. Lisa Demmin: „Die Thermen sollen in ein bis zwei Jahren erneuert werden. Überhaupt haben alle Handwerker sehr gut gearbeitet. Ich habe bis jetzt nichts Negatives festgestellt.“

Das findet auch Thomas Trappke: „Seit die Heizung wieder läuft, ist alles gut. Wenn jetzt noch mal die Fenster und Wohnungstüren gemacht werden, wäre es super.“ Allerdings waren diese bereits einmal erneuert worden, stammen nicht aus den 1960er Jahren, in denen die Gebäude errichtet wurden.

Es sei sicherlich verständlich, wenn sich die Mieter noch weitere Modernisierungen wünschten, heißt es vom Sprecher des Vermieters. Allerdings seien alle diese Arbeiten auch mit einer Erhöhung der Miete verbunden. „Mein Mandant gehört zu den wenigen Vermietern, die auch für einkommensschwache Mieter noch bezahlbaren Wohnraum, nicht selten unterhalb des Mietspiegels, zur Verfügung stellen. In den betroffenen größeren Wohnungen werden aktuell zum Beispiel weniger als fünf Euro pro Quadratmeter gezahlt.“

Besonders freut es den 52-jährigen Trappke und einen weiteren Mieter im zweiten Stock, dass die Frischwasserleitungen erneuert werden. Der Wasserdruck war bisher so gering, dass beide Mietparteien nicht gleichzeitig Wasser entnehmen konnten.

Auch Jessica Kühl (30) und ihr Ehemann Abdullah Ismail (31) freuen sich, dass die Heizung wieder wärmt. Zwischenzeitlich musste die Familie allerdings aufs Duschen verzichten, da auch diese Leitungen ausgetauscht wurden. Die 30-Jährige: „Der Eigentümer hat es ja nicht geplant. Und es ist ja nichts Schlimmes.“

Das Wasser aus der Küche konnte zeitweise auch nicht genutzt werden. Das Wasserrohr wurde von den Handwerkern abgeklemmt. „Die Handwerker sagten uns, dass das Wasser nicht mehr getrunken werden darf, besonders nicht von den Kindern“, betont Jessica Kühl. Doch mit den neuen Rohren sind diese Probleme vergessen.

In allen Wohnungen sollen die Leitungen komplett ausgetauscht werden. „Die Fachfirmen haben umfassende Aufträge, das heißt es wird im Bereich der Versorgungsleitungen ausgetauscht und erneuert, was nach heutigen Standards überhaupt Anlass für Beanstandungen geben könnte“, heißt es von Vermieterseite.

Und der Vermieter hat zwischenzeitlich auch entschieden, vorsorglich die Gasleitungen der bisher nicht betroffenen Häuser der Nummern 31, 35 und 37 zu erneuern. Die Arbeiten sollen noch im 1. Quartal 2018 durchgeführt werden.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert