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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 03:18 Uhr

freibad : Warmes Bad lockt Besucher

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Warmes Wasser zahlt sich aus: 35 280 Besucher wurden bisher im Kellinghusener Freibad gezählt – rund 50 Prozent mehr, als im letzten Jahr. Die Beheizung mit Biogas ist jedoch vorerst vom Tisch.

Das beheizte Wasser im Kellinghusener Freibad zahlt sich aus. Bis jetzt begrüßten der neue Betriebsleiter Michael Mitterer und seine Mitarbeiter bereits 35 280 Besucher. In der gesamten vergangenen Saison – Mitte August 2012 lief die Erwärmung an – waren es lediglich 22 000 Gäste. Diese Zahlen verkündete Mitterer bei seinem Antrittsbesuch im zuständigen Ausschuss für Werke und Betriebe. Besonders der Juli war gut besucht. Ferien und Sonnentage lockten insgesamt 18 052 Besucher ins Bad. Der Tages-Spitzenwert lag bei 1204 Badefreudigen. Der verbesserte Eintritt schlug sich auch in den Einnahmen nieder. Fast 49 000 Euro wurden eingenommen. Demgegenüber stehen als Kosten unter anderem ein vermehrter Gasverbrauch (insgesamt 30 000 Kubikmeter).

Für die Zukunft unterbreitete Mitterer den Ausschussmitgliedern einige Verbesserungsvorschläge. Dazu gehören die Öffnungszeiten. Dienstags bis mittwochs würde Mitterer gern um 6.30 Uhr statt um 7 Uhr öffnen, am Wochenende um 8.30 Uhr statt 9 Uhr. Montags würde dagegen erst um 10 Uhr aufgemacht. Gleichzeitig hält es der Schwimmmeister für sinnvoll, sonnabends und sonntags erst um 20 Uhr statt um 19 Uhr zu schließen. In den kommenden Sommerferien plant er darüber hinaus an jedem Sonnabend besondere Veranstaltungen für seine Badegäste. Ferner befürwortet Michael Mitterer eine Einkaufsgemeinschaft mit dem Lägerdorfer Freibad, um für die nächste Saison günstigere Preise bei Chemie und Reinigungsmitteln zu erzielen. Bis dahin soll es auch noch einige bauliche Veränderungen geben – unter anderem den barrierefreien Zugang ins Wasser. Das Geld steht bereits im Haushalt 2013, noch in diesem Jahr will der Ausschuss entscheiden, was gebaut wird. „Ich sehe die Einstiegshilfe als sehr wichtig an“, betonte Ausschussvorsitzender Reinhard Rübner (SPD). Ob auch ein Kassenautomat, wie eigentlich eingeplant, kommt, soll auch in der nächsten Sitzung entschieden werden. Mitterer sprach sich gegen die Anschaffung aus, „dabei geht der persönliche Kontakt zum Kunden verloren“. Stattdessen plädierte er für ein computergestütztes Kassensystem. Vorschläge zu einer Überarbeitung der Eintrittspreise lehnte der Ausschuss gleich ab, die Politiker hätten die Preise erst vor einigen Monaten überarbeitet. „Wir wollen vor allem die familienfreundlichen Preise erhalten“, so Marcus Wack (BFK).

Vorerst nicht kommen wird die Erwärmung des Badewasser über Biogas, das im benachbarten Klärwerk produziert wird. Bei der Planung der Wassererwärmung wurde der Brenner des Heizsystems bereits so ausgelegt, dass er sowohl Erdgas als auch Biogas verwenden kann. Gerechnet wurde bereits: Die 1,5 Kilometer lange Leitung sowie zusätzliche Geräte würden 250 000 Euro kosten. Benötigen würde das Freibad ca. 60 000 Kubikmeter Biogas, da bei diesem Gas der Brennwert geringer ist als bei Erdgas. Aber: Das Klärwerk kann zur Zeit nicht liefern. Klärwerksleiter Manfred Langheinrich benötigt sein selbst produziertes Biogas zurzeit fast komplett für den Eigenbedarf des Klärwerks, wie er im Ausschuss betonte. Da sich die Anlage im Klärwerk allerdings noch im Pilotstadium befindet, konnte er für die Zukunft keine Angaben machen. „Wir stehen dort am Anfang eines Prozesses.“ Deshalb wurde die Biogas-Lieferung ad acta gelegt, soll aber, so Rübner, in ein bis zwei Jahren erneut auf den Tisch kommen.

 

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erstellt am 28.Aug.2013 | 12:00 Uhr

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