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Norddeutsche Rundschau

25. September 2017 | 19:07 Uhr

Warmer Geldregen für den „Roten Salon“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 22.Jun.2015 | 09:44 Uhr

Jetzt hat es die Stadt Wilster schriftlich. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich aus Dägeling übergab die Mitteilung aus dem Berliner Kanzleramt über die Bewilligung von Fördermitteln in Höhe von 40  000 Euro für die weitergehende Sanierung im Neuen Rathaus an Bürgermeister Walter Schulz. „Damit kann die Erneuerung des Roten Salons fortgesetzt werden“, freute sich der Bürgermeister. In diesem Raum im Obergeschoss war einst die Stadtkasse untergebracht. Der Bürgermeister machte noch einmal deutlich, dass zwar die SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Thissen aus Itzehoe schneller war mit ihrer Information an die Presse, dass es aber Mark Helfrich gewesen sei, der die Stadt Wilster auf diese Schiene der Förderung aus einem Denkmalschutzprogramm des Bundes gesetzt habe. Der erste Antrag sei schon vergangenen Oktober gestellt worden.

Bei diesem Sonderprogramm sind noch einmal jene Maßnahmen geprüft worden, die bei der ersten Bewilligung nicht berücksichtigt worden seien. Daraus konnte Wilster jetzt doch noch 40  000 Euro auf der Habenseite verbuchen. Wie Helfrich betonte, werden mit insgesamt 20,84 Millionen Euro bundesweit dringende Substanzsicherungs- und Restaurierungsarbeiten an wertvollen kleineren Denkmalen in Städten und Gemeinden gefördert. Von insgesamt 124 geförderten Projekten sind sechs aus Schleswig-Holstein. „Für mich bedeuten Denkmalschutz und Denkmalpflege vor allem die Bewahrung unserer Heimat und unseres kulturellen Erbes“, sagte der CDU-Politiker. Er freue sich auf den Baufortschritt in den nächsten Monaten.

Bürgermeister Walter Schulz bestätigte, dass Helfrich den Förderantrag der Stadt im Haushaltsausschuss des Bundestages mit Nachdruck vertreten habe. Ihm dankte er für das zielstrebige Engagement, das schließlich zum Erfolg für die Marschenstadt geführt habe. Schulz zeigte sich optimistisch, dass es möglicherweise demnächst noch einen Nachschlag über weitere 30  000 Euro geben könnte. Die jetzt bewilligten 40  000 Mark stammen noch aus dem Programm 2014. Inzwischen sei ein nochmaliger Förderantrag für das diesjährige Programm gestellt worden. Sollte auch dieser gebilligt werden, würde das einen Riesenschritt für die Stadt bedeuten.

Nach der Restaurierung des Gartensaales im Obergeschoss ist nun der „Rote Salon“ an der Reihe. „Wir werden Zimmer für Zimmer angehen“, zeigte Walter Schulz den Weg auf. Insgesamt sind die Arbeiten des neuen Abschnitts, für den wieder Architektin Christine Scheer aus Wewelsfleth mit Planung und Bauleitung beauftragt wurde, mit Kosten von 140  000 Euro veranschlagt.

Ebenso wie im Alten Rathaus machen auch im Neuen Rathaus die tragenden Eichenbalken Sorgen. Die Balkenköpfe, die in das äußere Mauerwerk eingebunden sind, sind im Laufe der zwei Jahrhunderte durch eindringende Feuchtigkeit nach und nach angerottet. Sie müssen aufwändig saniert werden. In einem weiteren Bauabschnitt sollen auch die Balkenköpfe des Spiegelsaals saniert werden. Wegen der wertvollen Innengestaltung des Saales werden die Erneuerungsarbeiten aber lediglich von außen durchgeführt. In diesem Zusammenhang lobte Walter Schulz die gute Zusammenarbeit und vorbildliche Abstimmung mit dem Denkmalschutz auf Landes- und Kreisebene.

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