Pferd in Kollmoor in Lebensgefahr : Wallach Felix aus Graben gerettet: Zustand weiter kritisch

Mehrere zunächst hoffnungslos erscheinende Versuche waren notwendig, um das völlig entkräftete Pferd aufzurichten.

Mehrere zunächst hoffnungslos erscheinende Versuche waren notwendig, um das völlig entkräftete Pferd aufzurichten.

Das 31 Jahre alte Pferd lag vermutlich mehrere Stunden im Wasser, bevor es mit dem Trecker herausgezogen wurde.

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16. Oktober 2019, 16:26 Uhr

Kollmoor | Noch steht nicht fest, ob Felix überleben wird: Am Mittwoch um 11 Uhr entdeckte Tanja Hardenberg vom Pony- und Pferdehof Berns in Kollmoor auf einer Weide an der Dorfstraße den 31 Jahre alten Wallach in einem Wassergraben, nur sein Kopf guckte noch heraus.

Verzweifelte Versuche, Felix aufzurichten

Während sich Feuerwehrleute aus Itzehoe und Oelixdorf mit fünf Fahrzeugen auf den Weg machten, gelang es den Hofbesitzern, Felix' Besitzerin und weiteren Helfern, das unter Schock stehende Pferd mit dem Trecker herauszuziehen und später mit den Kameraden aufzurichten. Dafür waren mehrere zunächst hoffnungslos erscheinende Versuche notwendig. Um 13.10 Uhr stand der Wallach endlich auf vier Beinen.

Kurz vor dem Kollaps

Wallach Felix liegt am Boden, die blutende Stelle an seinem Hals stammt von der Infusion, die ihm die Tierärztin verabreichte.
Anna Krohn

Wallach Felix liegt am Boden, die blutende Stelle an seinem Hals stammt von der Infusion, die ihm die Tierärztin verabreichte.

 

Gleich nachdem Felix aus dem Graben gehievt worden war, hatte Tierärztin Elke Groeneveld aus Süderau das stark unterkühlte, zitternde Pferd, dessen Kreislauf kurz vor dem Kollaps stand, versorgt. Der Wallach lag wohl mehrere Stunden im Wasser. Groeneveld sagte.

Ich war zeitweise arg im Zweifel, ob er es überhaupt schafft. Er ist aber noch immer nicht außer Lebensgefahr. Tierärztin Elke Groeneveld aus Süderau
Feuerwehrleute, Tierärztin, Felix' Besitzerin und seine Reitbeteiligung packten mit an, um ihn zunächst etwas anzuheben, bevor mehrere Versuche unternommen wurden, ihn vollständig aufzurichten.
Anna Krohn

Feuerwehrleute, Tierärztin, Felix' Besitzerin und seine Reitbeteiligung packten mit an, um ihn zunächst etwas anzuheben, bevor mehrere Versuche unternommen wurden, ihn vollständig aufzurichten.

 

Hinkend und noch immer zitternd wurde Felix gegen 13.20 Uhr in den Stall gebracht. Die Tierärztin, die in der Region nicht zum ersten Mal ein Pferd versorgen musste, das in einem Graben versunken war, empfahl, ihn mit Decken zu wärmen, ihm warmes Wasser zu trinken zu geben und gut zu beobachten, damit er seinen Unfall übersteht. Sie wies jedoch darauf hin:

"Dass er alt ist, kommt erschwerend hinzu, jüngere Tiere stecken es meist besser weg. Er hat sich aber schon zwei Mal geschüttelt, das ist ein gutes Zeichen." Tierärztin Elke Groeneveld
Seine Zunge hing durchweg aus dem Maul und er zitterte am ganzen Leib, als Wallach Felix von seiner Besitzerin und einigen Feuerwehrleuten vom Feld in den Stall gebracht wurde.
Anna Krohn

Seine Zunge hing durchweg aus dem Maul und er zitterte am ganzen Leib, als Wallach Felix von seiner Besitzerin und einigen Feuerwehrleuten vom Feld in den Stall gebracht wurde.

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