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Norddeutsche Rundschau

16. August 2017 | 22:02 Uhr

Festival : Wahnsinn WOA – alle Karten weg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Innerhalb von zwölf Stunden war das Festival 2015 ausverkauft. Rettungsdienste und Polizei sprechen von sehr ruhiger Veranstaltung.

Das 25. Wacken Open Air ist kaum zu Ende, schon ist das nächste wieder ausverkauft. Innerhalb von zwölf Stunden waren alle 75 000 Karten im Vorverkauf vergriffen. Im vergangenen Jahr dauerte es immerhin noch 48 Stunden, bis die Veranstalter „Sold out“ melden konnten. Damit ist das Festival zum zehnten Mal in Folge ausverkauft.

Zum Vorverkaufsstart verzeichneten die WOA-Macher nach eigenen Angaben viermal so viele Besuche auf ihrer Homepage wie im Vorjahr. Und nachdem die 10 000 X-Mas Tickets innerhalb kürzester Zeit vergriffen waren, ging es direkt in den Vorverkauf der regulären Drei-Tages-Tickets.

Für diejenigen, die kein Ticket ergattert haben, gibt es noch kleine Hoffnungen. Aufgrund des Andrangs gehen die Veranstalter davon aus, dass es noch eine Reihe von Doppelungen und Stornierungen zum Beispiel aufgrund von nicht eingegangenen Zahlungen geben wird. Dafür wird in Kürze online eine Warteliste eingerichtet. Darüber hinaus wird es auch wieder diverse Online-Aktionen geben.

Das Fazit der vielen Helfer fällt in diesem Jahr besonders positiv aus. Der Rettungsdienst meldet eine insgesamt ruhige Woche für die mehr als 100 Rettungsassistenten der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH). 208 Einsätze wurden absolviert, bei denen die Patienten aus dem Sanitätszelt der Wackener Rettungsstadt in die umliegenden Kliniken Itzehoe und Heide transportiert wurden. „Wir liegen trotz des warmen Wetters der vergangenen Tage bei den Rettungsdiensteinsätzen gut 30 Prozent unter den Zahlen von 2013“, beschreibt Pressesprecher Christian Mandel die Bilanz der RKiSH. „Hier zeigte sich, dass beispielsweise das vom Veranstalter bereitgestellte Trinkwasser im Infieldbereich sehr gut von den Besuchern angenommen wurde und somit die Zahl der behandlungsbedürftigen Besucher gesunken ist.“

„Die professionelle Zusammenarbeit zwischen den hauptamtlichen Rettungskräften der RKiSH und den ehrenamtlichen Helfern des DRK hat in diesem Jahr wieder hervorragend funktioniert, so dass alle Patienten schnell und fachgerecht versorgt werden konnten. Das ist der guten Vorbereitung beider Organisationen geschuldet, die das medizinische Wohl aller Festivalbesucher und aller Mitarbeiter im Blick haben“, sagt der leitende Notarzt, Dr. Achim Marx. „Allen Einsatzkräften zu schaffen machte allerdings die extreme Wärme und die daraus folgende Staubbelastung“, so Marx weiter.

Der Behandlungsplatz auf dem Festivalgelände wird seit zehn Jahren vom DRK Kaltenkirchen mit einer Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern betrieben, die in einem Rund-um-die-Uhr-Betrieb die medizinische Versorgung in dem auf dem Festivalgelände befindlichen Mini-Krankenhaus sicherstellen. „Die überwiegende Zahl der insgesamt knapp 3400 Patienten hatte eher leichte Verletzungen oder Erkrankungen, wie zum Beispiel Verstauchungen, Schnitt- und Platzwunden oder durch die Wärme bedingte Kreislaufprobleme“, betont der verantwortliche Notarzt des Behandlungszeltes, Dr. Sandu Deunert.

Aus Sicht der Feuerwehr ist das WOA 2014 auch als äußerst ruhig zu bezeichnen. Insgesamt 60 Mal rückten die 23 verschiedenen diensthabenden Feuerwehren zu Brandeinsätzen und Hilfeleistungen auf dem Festivalgelände aus. „Die Besucher waren sehr diszipliniert und haben uns insgesamt sehr wenig Arbeit beschert“, erklärt Gerd Nottelmann, einer der Feuerwehreinsatzleiter die vergangenen Tage.

Der Wehrführer der Feuerwehr Wacken, Matthias Venohr, bedankte sich bei allen Behörden und Organisationen und explizit beim Veranstalter für die herausragend gute Zusammenarbeit. „Wir haben alle zusammen die große Aufgabe gut gemeistert und freuen uns schon auf Wacken 2015.“

Eine durchweg positive Bilanz zieht auch die Polizei. Mit 273 Straftaten notierte die Polizei rund 40 weniger als im Jahr 2013. Besonders erfreulich ist für die Ordnungshüter die niedrige Zahl der Eigentumsdelikte. Während 2013 noch 253 Taten zu Buche schlugen, waren es in diesem Jahr nur 208. In 173 Fällen waren es Zeltdiebstähle, die die Geschädigten zu beklagen hatten. Die Zahl der Taschendiebstähle tendierte nahezu gen Null – nur 18 Opfer meldeten sich. Bei 52 Personen fanden die Beamten oder Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Drogen, in 13 Fällen führte dies zur Fertigung einer Anzeige. Auch bei der Anzahl der Verkehrsverstöße gab es deutliche Rückgänge. Während die Zahl 2013 noch bei 150 lag, waren es in diesem Jahr 129 registrierte Fälle. „Dass wir in allen Bereichen eine derart positive Entwicklung haben“, so die vor Ort eingesetzten Polizeiführer Kai Szimmuck und Frank Ritter, „ist das Ergebnis der beispielhaften Kooperation zwischen dem Veranstalter und den beteiligten Behörden und eines über viele Jahre hinweg fortentwickelten Sicherheits- und Verkehrskonzeptes.“

Und die gemeinsamen Verkehrskontrollen von Polizei und Zoll taten ihr übriges, ausländischen Diebesbanden sei so eine unentdeckte Anreise deutlich erschwert worden, so die Polizei Insgesamt kontrollierten die Beamten 1159 Fahrzeuge (2013: 716) und 1315 Personen, die sich auf dem Weg nach Wacken befanden.

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erstellt am 05.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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