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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 20:24 Uhr

Erweiterung : Wagner verpackt jetzt in Meldorf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brunsbütteler Pralinenmanufaktur findet Ausweg aus der Enge am Gutenbergring und bezieht eine Halle im Aldra-Gewerbepark.

von
erstellt am 20.Sep.2013 | 05:00 Uhr

Pralinen in Handarbeit herzustellen ist das eine. Sie zu verpacken und versandfertig zu machen für den Weg zu den Kunden in aller Welt das andere. Beide Produktionsbereiche benötigen Platz. Und den hatte die Brunsbütteler Wagner-Pralinen seit längerem nicht mehr. Die 6000 Quadratmeter am Gutenbergring erwiesen sich als zu klein. Ware musste in Helse zwischengelagert werden. Vor einem Monat gelang Firmenchef Jörg Wagner der Befreiungsschlag. Auf 4000 Quadratmetern im Aldra-Gewerbepark in Meldorf hat er für sein Unternehmen Lager, Fertigung und Versand unter einem Dach gebündelt. In Brunsbüttel kann nun auch in der Produktion die räumliche Enge entzerrt werden.

Eins stellt Wagner klar: „Wir sind nicht nach Meldorf gegangen, weil wir Brunsbüttel ärgern wollen.“ Aber eine Erweiterung sei am Gutenbergring nicht drin. Und im Industrieareal auf der Südseite, umgeben von Chemiewerken, möchte Jörg Wagner seine Pralinenmanufaktur nicht sehen. Spätestens, wenn Kunden zu Besuch kämen, erwecke das einen merkwürdigen Eindruck.

Etwa 50 Mitarbeiter sind jetzt statt in der Schleusenstadt in Meldorf tätig, rund ein Drittel der gesamten Belegschaft. Für das Unternehmen sei die große Halle auf dem Aldra-Gelände „eine glückliche Fügung“. Denn mit dem Umzug in die Domstadt entfallen für die Firma vor allem Reibungsverluste und werden Kosten gesenkt. Denn in Helse waren Pralinen ebenso wie Verpackungsmaterial zwischengelagert. Beides musste bei Bedarf nach Brunsbüttel gebracht werden – und nach der Verpackung zum Teil vor dem Versand wieder nach Helse. Am neuen Standort liegen Lager, Verpackung und Versand direkt nebeneinander, es gibt kurze Wege. Dieser Unternehmensteil sei für die Firma im Grunde nur eine andere Abteilung. „Und die ist jetzt eben 30 Kilometer weiter weg.“ Viel umzubauen gab es nicht in Meldorf. Lediglich die benötigte Kühltechnik musste installiert werden, die nötige Einrichtung für die Verpackung der Pralinen wurde aus Brunsbüttel geholt.

Nun ist das Unternehmen auch für das Weihnachtsgeschäft gerüstet. Das allerdings, betont Jörg Wagner, stehe noch nicht im Mittelpunkt der Produktion. Schließlich sollen seine Pralinen nicht schon im September zwische der Weihnachtsware ausliegen. Ziel ist es, die Produkte so frisch wie möglich in den Handel zu bringen. Und das bis in den Dezember hinein. Aber schon der Spätsommer sei Pralinenzeit, sagt Wagner. Denn wenn es kühler werde, griffen die Menschen eher zu einer feinen Süßigkeit als an heißen Sommertagen. Dann stehe den meisten der Sinn mehr nach erfrischendem Genuss.

Wachsende Märkte findet das Unternehmen in Asien. Japan gehört zu den großen Abnehmerländern. Aber auch die Chinesen entdecken das edle Naschwerk aus Brunsbüttel. „Dort besteht eine große Nachfrage nach westlichen Produkten“, weiß Jörg Wagner. Besondere Genussmittel wie die Pralinen seien fast schon Statussymbole. Den fernen Markt zu bedienen sei schon „eine echte Herausforderung“. Die Zeichen stehen damit weiter auf Wachstum. Für Jörg Wagner kündigt sich damit die nächste Herausforderung an: „Zukünftige Erweiterungen muss man mit den jetzigen Gegebenheiten bewältigen.“

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