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Wählergemeinschaft setzt auf Transparenz und Offenheit

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erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kellinghusen | Aus dem Stand die stärkste Fraktion - das schaffte vor fünf Jahren die Wählervereinigung Bürger für Kellinghusen. An diese Erfolge und auch an das damals verfasste Wahlprogramm will die BFK anknüpfen. "Wir haben das Wahlprogramm fortgeschrieben und um neue Punkte ergänzt", sagt der Vorsitzende Henning Schlüter.

Ein Grund der BFK-Gründung sei vor fünf Jahren der schlechte Umgang in der Kommunalpolitik gewesen. Dies habe sich mit Einzug der BFK geändert, jetzt "herrscht ein sachlicher Umgang und es wird konstruktiv zusammengearbeitet". Dies wolle die BFK fortführen.

Beibehalten will BFK-Mitglied und Bürgermeister Axel Pietsch die Transparenz und die verschiedenen Beteiligungsformen für die Bürger. "Das ist unbedingt notwendig, sonst können die Bürger an der Politik nicht teilhaben." Pietsch nennt in diesem Zusammenhang den Newsletter der Stadt, das Rats-Informationssystem, in dem die Bürger alle öffentlichen Unterlagen vor den Sitzungen einsehen können, sowie verschiedenen Foren, die stattgefunden haben. Auch auf die Beteiligung des Kinder- und Jugendparlaments und auf die Mitwirkung des Seniorenbeirates setzen die Bürger für Kellinghusen. Weitere Transparenz kann sich Pietsch durch einen Bürgerhaushalt vorstellen, dieses Projekt werde er zu gegebener Zeit vorstellen.

Wichtig ist der BFK auch der Erhalt und Ausbau des attraktiven Bildungsstandorts Kellinghusen mit der gymnasialen Oberstufe als "Leuchtturm" sowie der erfolgreichen Volkshochschule, "die lebenslanges Lernen auf einem hohen Niveau ermöglicht", so Marcus Wack.

Weiter stärken will die BFK das Ehrenamt und die Vereinsstruktur. "Wir wollen den Vereinen die Möglichkeit geben, sich weiter zu entwickeln", sagt Schlüter. Denn die Vereine leisteten einen wichtigen Beitrag zum Zusammenleben in der Stadt.

Zu einem lebenswerten Kellinghusen gehören für die BFK auch die zahlreichen Einrichtungen der Stadt, wie unter anderem das Museum. Hier gehe es jetzt darum, die Einrichtung zusammen mit dem Museumsleiter und anderen Interessengruppen sachlich und fachlich weiterzuentwickeln, erklärt Wack. Denn mit dem Fayencemuseum habe die Stadt ein Fachmuseum, dessen "Außenwirkung überragend ist". Weiter entwickelt worden sei auch das Stadtmarketing, hier gelte es, den Prozess - weg vom reinen Tourismus und hin zu Stadtentwicklung und Akquise von Fördergelder - fortzuführen, sagt Axel Pietsch. "Das Stadtmarketing soll als wichtiger Faktor unterstützend für Bürgermeister und Ratsversammlung tätig sein."

Unterstützen will die BFK auch das Mehrgenerationenhaus. Wenn die Förderung nach drei Jahren ausläuft, müsse entschieden werden, ob das Haus ehrenamtlich weiter geführt werden könne oder die Stadt die Finanzierung übernehme. Um die Zukunftschancen der Stadt zu erhöhen, unterstützen die Bürger für Kellinghusen auch die Reaktivierung der Bahnstrecke. Und die Wählervereinigung spricht sich für ein zentrales Verwaltungsgebäude des Amts Kellinghusen in der Störstadt aus. In Sachen Hochwasser "ist es gelungen, frischen Wind in die Problematik zu bekommen", betont Axel Pietsch. Es sei aber wohl trotzdem notwendig, noch "einige Euro" in die Hand zunehmen, um weitere Möglichkeiten zu untersuchen. Die Stadt sei dabei auf Unterstützung des Landes angewiesen, müsse aber auch ihre eigenen Hausaufgaben machen. "Wir müssen uns allen Argumenten öffnen."

Marcus Wack und seine Kollegen wollen auch weiter an der Konsolidierung des Haushaltes arbeiten. "Wir werden sparsam vorgehen, uns aber nicht kaputt sparen." Notwendig seien kreative Lösungen und die Möglichkeit, Fördertöpfe anzuzapfen. Dies sei auch in der Vergangenheit gelungen, fast alle Projekte seien gefördert worden. "Wir haben viel angefasst und wollen auch in Zukunft sachorientiert und konstruktiv zusammen mit den anderen Fraktionen arbeiten."

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