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Nachwuchsbands 2015 : Wacken Musik Camp: Metal-Freizeit fast ausgebucht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Wacken Musik Camp geht in die nächste Runde: Im schwarzen Zeltdorf sind noch gut 20 Schlafplätze frei.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2015 | 16:00 Uhr

„Nibbs Carter hatte seine Bässe mit dabei, und zwar die mit denen er auch mit seiner Band auf der Bühne steht – kaum zu glauben“, erinnert sich Enno Heymann daran, wie der Bassist von Saxon, eine Metal-Legende, seine Instrumente im vergangenen Jahr an den Nachwuchs weiterreichte. Vom 9. bis 15. August geht das Metal Music Camp (WMC) in die zweite Runde. Dann werden in der Tonkuhle in Wacken wieder die schwarzen Zelte aufgeschlagen, und die Grundschule wird zur Produktionsstätte für die Nachwuchsbands. Gestern traf sich das Veranstaltungsteam mit Sparkassendirektor Achim Thöle. Die Sparkasse Westholstein unterstützt in diesem Jahr nicht nur finanziell, sondern auch mit zwei Betreuern, die in der ganzen Woche dabei sein sollen, und mit zwei neuen Zelten.

Die Helferkraft wird gebraucht: Denn schon jetzt ist die Nachfrage an dem Musik-Angebot größer als im vergangenen Jahr. „Wer sich noch anmelden möchte, muss sich beeilen“, sagt Camp-Mitbegründer Helmut Kolzer, Geschäftsführer des Landesverbands der Musikschulen in Schleswig-Holstein. 78 Teilnehmer haben sich bereits angekündigt. Darauf, ob ein schwarzes Zelt mehr oder weniger in der Kuhle aufgebaut wird, komme es am Ende nicht an, meint Enno Heymann. Doch ab einer Zahl von etwa 100 Jugendlichen plus Minus fünf soll in diesem Jahr die Teilnehmerzahl gedeckelt sein. Es wird wohl eine Warteliste geben.

Im Camp lernt der Metal-Nachwuchs mit Profis wie eine Band funktioniert. In diesem Jahr länderübergreifend. Wenn Bassisten, ein Schlagzeuger und Gitarristen in einer Band zusammenkommen, werden gekonnte Läufe und eingeübte Tonleitern nebensächlich. Im besten Fall kommen die Musiker über ihr Instrument miteinander ins Gespräch – ohne, dass dabei ein Wort gewechselt werden muss. „So macht man das auch als Profi-Band“, sagt Enno Heymann. Er ist Projektleiter und vertritt den Verein Kurs 54°Nord als Veranstalter neben dem Landesverband der Musikschulen. In diesem Jahr soll das Sprechen mit der Musik über die Nationen ausprobiert werden. Zehn Teilnehmer aus Schweden sind mit dabei.

„Wir haben im letzten Jahr sehr viel richtig gemacht und werden genau da ansetzen“, betont Heymann, der sich über die gute Resonanz freut. „Viele, die mitgemacht haben, möchten wieder mitmachen“, das gelte sowohl für die Teilnehmer als auch für Betreuer, und das obwohl die Vergütung mit mit einem Produzentengehalt nicht vergleichbar sei. „Da waren Leute dabei, die haben erst Monate vorher eine Deep Purple Platte herausgebracht“, sagt Heymann. Auch in diesem Jahr stehen bekannte Namen auf der Dozenten-Liste. Neben Nibbs Carter macht wieder Eike Freese mit. Musikproduzent und Musiker Thomas Barth, Produzent, Musiker und Toningenieur Florian Sommer und Band und Basscoach Lasse Lammert sind im Team. Alles Leute, die es drauf haben, im Team einen Song zu schreiben und aufzunehmen und die Kinder an die Hand nehmen können, so Heymann, wenn sie mit ihren Gitarren, Bässen oder sogar mit einer Posaune im Camp ankommen. Über die Angabe des Musikinstruments zeichnen sich Interessenschwerpunkte ab. Bisher stehen 32 Gitarristen, 16 Schlagzeuger und elf Sänger auf der Teilnehmerliste. „Gesang – das freut uns sehr. Den Bedarf haben wir im letzten Jahr unterschätzt. Deshalb haben wir auch Jessy Martens dabei“, verrät Enno Heymann. Sie wurde 2012 als beste Rocksängerin und beste Bluessängerin ausgezeichnet.

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Anmeldung: Helmut Kolzer, 04331/148648, 0170/2120598 oder www.wacken-music-camp.de

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