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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 17:15 Uhr

Vun Tüdelbändern un Tüünkraam

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Volles Haus beim plattdeutschen Abend des Regionalvereins

Der Regionalverein hatte wieder zum Plattdeutschen Abend in das Colosseum geladen, und Hans-Werner Speerforck freute sich, dass der Saal auch diesmal voll war. Der Vorsitzende gab Informationen über den Verein und begrüßte die NDR-Moderatorin Ines Barber aus Rendsburg und „De Büttpedders“ aus Dithmarschen, die für gute Unterhaltung sorgten.

Während Ines Barber aktuelle Themen wie Facebook und den Smoothie-Trend aufs Korn nahm, sangen Dietmar Deisner, Sönke Behrmann (Gitarre) und Heinz Steffens (Akkordeon) von den Nordseewellen und dem Tüdelband. Das Trio stellte fest: „Schleswig-Holstein Ferienland, unser Land ist meerumschlungen – davon hat so mancher schon gesungen“ und ließ das Publikum mitsingen.

Ines Barber klärte über „Gaunerzinken“ auf. „Das hat nichts mit einer großen Nase zu tun“, so die Autorin. Vielmehr handelt es sich um Gaunerzeichen, die Spitzbuben einen Diebstahl vereinfachen sollen. Barber folgte dem Rat der Polizei, diese Male zu entfernen und stellte fest: Auch die Stadtwerke zeichnen bevorstehende Baumaßnahmen auf den Bürgersteig.

Sie intonierte auf ihre ganz eigene Weise den ersten erotischen Gassenhauer „Dat Du min Leevsten büst“ und eröffnete den zweiten Teil des Abends mit dem „Veermaster“ auf der Mundharmonika.

Ines Barber ist in Kiel mit dem Segelsport großgeworden und erzählte, wie sie als Seebär auf einem Traditionssegler die Todesrolle in ihrer Koje machte. „Statt an Deck im Wind die Segel einzuholen, war ich die beste Kombüsen- und Servicekraft.“ De Büttpedders stiegen mit „Rolling home“ ein und stellten fest: „Scheun is de Welt“.

Auf Wunsch von Hans-Werner Speerforck kam als Zugabe die Westerdeichstrich-Hymne zu Gehör. „Das ist original Dithmarscher Liedgut und wir sind rot geworden, als wie den frivolen Text das erste Mal gesungen haben“, erläuterte Sönke Behrmann. Den Zuhörern gefiel, was sie hörten und das Fazit des Liedes „Nichts geht über Gemütlichkeit“.

Traditionell darf an dem Abend das Plattdüütsche Wortspeel nicht fehlen. Dabei ging es diesmal um „Tüünkraam“ (Unsinn) und „Höhnergloov“ (Aberglaube). Mit viel Spaß hatten die Teilnehmer die Übersetzung „utklamüstert“ (herausgefunden) und sich auf dem Zettel utkarjolt (ausgetobt). Während Ines Barber als Glücksfee die Gewinner zog, verteilten Dagmar Krause, Olaf Prüß und Matthias Häussler vom Regionalverein Langfeldt Kümmel, Wilstermarsch Bücher und Eintrittskarten für den nächsten Plattdeutschen Abend. Der findet am 23. März 2017 statt und wird eine Poetry Slam-Veranstaltung sein. Für den musikalischen Rahmen sorgen dann Nina und Torge Schöne.

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erstellt am 18.Mär.2016 | 11:08 Uhr

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