zur Navigation springen

Gewerbeverein : Vorsitzende macht noch ein Jahr weiter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Regina Payonk hat angekündigten Rücktritt verschoben. Postenbesetzung gestaltete sich schwierig

Das hat es wohl nie gegeben: Die Mitglieder des Gewerbevereins Hohenlockstedt sahen ihre Vereinsvorsitzende Regina Payonk zum ersten Mal fast sprachlos. „Damit habe ich in der Tat nicht gerechnet“, sagte Payonk nach der Laudatio von Vorstandsmitglied Heino Stumpenhagen. Eigentlich wollte Payonk ihren Rücktritt verkünden, ließ sich während der Jahresversammlung dann aber doch überreden, noch weiterzumachen.

„Was müssen wir Dir eigentlich noch bieten, damit du bleibst“?, fragte Stumpenhagen. Die Zusammenarbeit mit ihr habe immer viel Spaß gemacht. „Du hattest vom ersten Tag an Visionen, die du erfolgreich in die Tat umgesetzt hast – das kann nicht jeder.“ Das, was Regina Payonk in den sieben Jahren ihrer Amtszeit auf die Beine gestellt habe, sei von ganz großer Klasse. „Deine Fußstapfen sind so groß – da traut sich von uns keiner rein.“ Gleichzeitig wusste Stumpenhagen wie Payonk selbst aber um die Stimmen, die den Rücktritt der Vorsitzenden forderten. „Die sollen jetzt und hier aufstehen und die Arbeit besser machen“, appellierte Stumpenhagen an die Mitglieder, von denen sich jedoch keiner erhob. Vielmehr befürworteten sie die Worte Stumpenhagens mit einem tosenden Applaus, so dass Regina Payonk mitteilte, zumindest bis zum Ende der noch einjährigen Amtsperiode ihr Amt weiter auszuüben.

Vorausgegangen war allerdings ein Trauerspiel. Nachdem Regina Payonk in ihrem ausführlichen Jahresbericht noch einmal alle Aktionen, Aktivitäten und Veranstaltungen der vergangenen sieben Jahre ihrer Amtszeit Revue passieren gelassen hatte, teilte sie den Anwesenden mit, dass sie ihren Vorsitz mit einem weinenden und einem lachenden Auge vorzeitig abgebe. „Ich kann das zeitlich einfach nicht mehr schaffen – aber ich habe die Arbeit immer gerne gemacht.“ Auch Peter Hansen, der seinen Posten als Stellvertreter nach neun Jahren zur Verfügung stellte, sagte: „Wir haben toll zusammen gearbeitet – jetzt aber muss mal ein Neuer ran.“

Allerdings erklärte sich niemand bereit, die Posten zu übernehmen. Bereits im Vorwege hatte sich der Vorstand bemüht, Freiwillige zu finden. „Auch das ist uns leider nicht gelungen, weil es auch in unserem Verein immer wieder an Freiwilligen mangelt“, bedauerte Regina Payonk. „Es ist allerdings zwingend notwendig, dass sich jemand für den einen oder anderen Vorstandsposten zur Verfügung stellt.“ Ansonsten müsse man überlegen, mit der Kellinghusener Kaufmannschaft zu fusionieren oder den finanziell gut aufgestellten Verein aufzulösen. Letztendlich ließ sich dann Wolfgang Sauck „erweichen“. Schneller ließen sich anschließend die Posten der Kassenprüfer finden. Diese Tätigkeit übernehmen Ingo Dohrn und Heino Stumpenhagen. In seinem Amt als Schriftführer bestätigt wurde Jürgen Peters. Als Beisitzer agieren Thomas Michalski für die Kaufmannschaft, Bernd Senne (Landwirtschaft), Heino Stumpenhagen (Handwerk) und Joachim Lüssenhop (Freiberufe). „Das war eine schwierige Geburt mit einem wirklich überraschendem Ausgang – aber nun haben die Matrosen auch wieder einen Kapitän“, sagte Regina Payonk und bedankte sich nochmals bei allen Mitgliedern für das ihr entgegen gebrachte Vertrauen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen