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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 21:50 Uhr

Prokon : Vorsichtiger Optimismus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wirtschaftsminister trifft sich mit vorläufigem Insolvenzverwalter, Bürgermeister und Landrat.

von
erstellt am 25.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Bei der Firma Prokon wird immer noch gezählt und aktualisiert: 44 500 Inhaber von Genussrechten hätten entschieden, insgesamt mehr als 820 Millionen Euro im Unternehmen zu belassen, hieß es gestern auf der Internetseite. Ein deutlicher Zuwachs gegenüber Mittwoch – da wurde der Insolvenzantrag gestellt. Eher noch wichtiger war aber die Botschaft, die am Morgen im Kreishaus vermittelt wurde: Nach einem Treffen verbreiteten Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, vorläufiger Insolvenzverwalter Dr. Dietmar Penzlin, Landrat Torsten Wendt und Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen leisen Optimismus.

Es gab viel zu besprechen, die versammelte Presse musste fast eine Dreiviertelstunde vor der Tür warten. Dann berichtete Meyer von einem „sehr konstruktiven, offenen Gespräch“. Der Informationsaustausch, der weitergeführt werden soll, habe bei ihm ein gutes Gefühl hinterlassen. Aber es sei auch für die Region und die Stadt sehr wichtig, wie es weitergehe. Viele Möglichkeiten habe Penzlin mit seinem großen Team zu prüfen, mit ihm werde die Strategie abgestimmt, um zu klären, wer wie konkret helfen könne. Denn: „Er ist derjenige, der dieses komplizierte Geflecht aufarbeitet.“

Die Zusammenarbeit müsse mit Blick auf die regionale Bedeutung des Unternehmens weiter gepflegt werden, bekräftigte Penzlin. Trotz des „sehr frühen Stadiums“ des Insolvenzeröffnungsverfahrens sei er nach dem Zuspruch und ersten Signalen optimistisch gerade für den Kernbereich Wind. Die Mitarbeiter könnten besondere Motivation aus der Abweichung vom normalen Insolvenzeröffnungsverfahren ziehen: Denn hier bestehe immerhin die Möglichkeit, dass kein Insolvenzverfahren folge.

„Das ist für uns Anlass, ein wenig Hoffnung zu schöpfen“, sagte Koeppen nach den Informationen, die weitere Details gebracht hätten. Die „klare Botschaft“ zum Kerngeschäft freute ihn, ein gutes Signal sei auch, dass die Löhne gezahlt seien. So sei er nicht pessimistisch oder depressiv, sagte Koeppen. Sondern: „Leicht optimistisch.“

Ebenso war die Stimmungslage bei Landrat Wendt. Finanziell helfen könne man nicht, aber mit Rat und Tat. Froh sei er auch, dass sich die Mitarbeiter positiv zu ihrem Chef Carsten Rodbertus und der Firma gestellt hätten. Im Kern gehe es um die wirtschaftliche Idee von Prokon – und die sei wichtig. Denn für den Kreis böten die erneuerbaren Energien eine große Zukunftsperspektive, genau das wollten Land, Kreis und Stadt voranbringen, betonte der Landrat: „Das ist das Thema, auf das wir hier setzen.“

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