Energiewende an der Westküste : Vorreiter in der Energiewende

Gastgeschenk: Nordhastedts Bürgermeister Klaus-Peter Tiessen (r.) überreicht Ministerpräsident Daniel Günther eine Übersicht, die die Energiewende in der Region Heide darstellt.
Gastgeschenk: Nordhastedts Bürgermeister Klaus-Peter Tiessen (r.) überreicht Ministerpräsident Daniel Günther eine Übersicht, die die Energiewende in der Region Heide darstellt.

Ministerpräsident Daniel Günther lobt die Projekte der Entwicklungsagentur in Heide.

shz.de von
10. September 2018, 11:18 Uhr

Viel Zeit hatte er nicht mitgebracht. Doch das, was Ministerpräsident Daniel Günther bei seinem Besuch in der Entwicklungsagentur zum Thema Energiewende hörte, beeindruckte ihn sehr: „Das ist große Klasse, was hier geleistet wird. Die Entwicklung auf diesem Gebiet hat an der Westküste eine unglaubliche Dynamik angenommen.“

Entree 100, Kerosyn 100, Quarree 100, Campus 100 – die Zahl 100 ließ den christdemokratischen Politiker bei den Ausführungen der Experten nicht los. Im Kern geht es darum, die Energiewende mit Leben zu erfüllen. Dies geschieht durch mehrere von Bund und Land geförderte Vorhaben, bei denen die Raffinerie Hemmingstedt, die Stadt Heide und die Fachhochschule Westküste Vorreiter sind.

Sie stellen die Versuchsfelder zur Verfügung, auf denen geforscht wird in der Hoffnung, regenerative Energiequellen zu koppeln sowie Speichertechnik zur Marktreife zu bringen, um die künftige Versorgung mit Strom und Wärme dauerhaft zu sichern. Beispiel: das geplante Wasserstoff-Zentrum im Gewerbepark Westküste in Hemingstedt. Dort soll ungenutzter Windstrom mittels neuer Technologien in grünen Wasserstoff umgewandelt werden (wir berichteten). Eingebunden sind neben Industrie, Wissenschaft und Forschung auch der französische Konzern EDF, der vor Hemmingstedt siedeln will, um eine solche Pilot-Anlage zu errichten.

Die Entwicklungsagentur in Heide koordiniert sämtliche Planungen und sorgte dafür, dass die Partner im Gleichklang arbeiten. Günther versprach, die lokale Forschung im Bereich der Erneuerbaren weiterhin zu fördern. „Ich sage meine volle Unterstützung zu. Was die Region Heide im Rahmen der Energiewende für Schleswig-Holstein und darüber hinaus leistet, verdient großen Respekt.“ Auch befürworte die Landesregierung eine gesetzliche Anpassung der Rahmenbedingungen für Demonstrationsvorhaben).

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