Wacken Open Air : Vorfreude auf ein großes Familienfest

 Spaß auch noch im Stau hat diese Gruppe aus Hessen.
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Spaß auch noch im Stau hat diese Gruppe aus Hessen.

Nach und nach füllt sich die Wackener Dorfstraße mit Besuchern des 25. Wacken Open Air.

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29. Juli 2014, 05:22 Uhr

Montag früh, 7.30 Uhr: Langsam verzieht sich der Frühnebel. Noch herrscht Ruhe im Dorf. Vereinzelte Autos, meist mit einheimischen Kennzeichen, einige Transporter und Lkw, die Ware anliefern. Zehn schwarz gekleidete Gäste sitzen im Biergarten beim Frühstück. Entlang der Hauswand vor dem Wacken-Office liegen Schlafsäcke und Camping-Utensilien. Noch ein wenig verschlafen schaut Riccardo aus seinem Schlafsack hervor. Kein Wunder, zusammen mit seinem Kumpel Enrico hat er eine weite Reise hinter sich. Mit dem Flugzeug sind sie aus ihrem Heimatland Italien nach Hamburg geflogen, von dort mit dem Zug bis Itzehoe, dann mit dem Taxi nach Wacken. Gestern morgen gegen 2 Uhr in der Nacht hatten sie ihr Ziel endlich erreicht. Ihren Schlafplatz für die Nacht fanden sie vor dem Wacken-Office. Schwer bepackt wollen sie sich gleich auf zum Campingplatz machen.

Erfrischungsgetränke auf dem Autokühler und gute Laune - so verfolgen genau gegenüber seit 6.30 Uhr Joss Patric, Nicolas und Daniel an der Hauptstraße die Neuankömmlinge. „Mier chömmed aus dä Schwyz“, grinsen sie und bedecken ihr Auto für das Foto noch mit der Nationalflagge. Daniel will noch schnell seine Karte abholen, dann heißt es einkaufen und Freunde treffen, bevor es auf den Campingplatz geht. „Wir freuen uns auf ein großes Familienfest", sagen die drei. Einkaufen, das ist das Stichwort für Justin (12) und Basti (13). Sie warten mit ihren Kettcars samt Anhänger auf die ersten Kunden, um Bier oder Campingausrüstung zum Platz zu transportieren. Doch in dieser Frühe lässt die Kundschaft noch auf sich warten.

Ab 9 Uhr wandelt sich das Bild. Autos an Autos ziehen durch Wacken Richtung Campingplatz. Es ist vorbei mit der Ruhe. Karl-Heinz Buthmann verfolgt das Geschehen bei einer Tasse Kaffee vor der Bäckerei aufmerksam. „Natürlich will ich sehen, was jetzt schon los ist“, sagt der Agethorster.

An ihm vorbei ziehen Swen, Robert und Nico aus Leipzig mit ihren Bollerwagen zum Campingplatz. Sie haben die Nacht über am Straßenrand geschlafen. „Wir waren so müde, haben alles stehen und liegen lassen, wo wir waren und sind eingeschlafen. Heute morgen wurden sie dann allerdings ein wenig unsanft geweckt, lagen sie doch in der Nähe der Kirche. Kein guter Anfang für den von ihnen geplanten „Urlaub von der Realität“. Doch sie nehmen es gelassen, stehen kurze Zeit später mit ihrem Bollerwagen auf der Straße im Stau – und amüsieren sich köstlich.

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