Kinderfest : Vorfreude auf das Vogelschießen

Ganz in weiß mit Blumenschmuck im Haar: Festlich gekleidet nahm diese Mädchenklasse im frühen 20. Jahrhundert  am Vogelschießerumzug in der Glückstädter Innenstadt teil.
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Ganz in weiß mit Blumenschmuck im Haar: Festlich gekleidet nahm diese Mädchenklasse im frühen 20. Jahrhundert am Vogelschießerumzug in der Glückstädter Innenstadt teil.

159. Vogelschießen findet am Sonnabend in Glückstadt statt / Festumzug durch die Innenstadt mit 400 Schülern der drei Glückstädter Schulen geplant

shz.de von
20. Juni 2014, 05:00 Uhr

Alles was früher einmal toll und schön war, wird Generationen später oftmals nur noch müde belächelt oder mit negativen Äußerungen bedacht. Dies gilt nicht für das Vogelschießerfest, welches Glückstädter Schüler morgen mit Vogelpicken, Festumzug und Vogelschießertänzen zum 159. Mal feiern. Denn als vorgestern im sozialen Netzwerk Facebook einige bissige Kommentare in Sachen Vogelschießen auftauchten, posteten junge wie ältere Glückstädter um die Wette: Sie bekannten sich zu der Glückstädter Traditionsveranstaltung und wollten nichts davon wissen, dass das Wecken durch den Spielmannzug überflüssig sei oder der Blumenschmuck zu teuer. Stattdessen fielen Aussagen wie „Ich finde es total schön, wenn Vogelschießen ist“.

Die Leiterin der Bürgerschule, Heike Jönßon-Rieck und ihr Vogelschießer-Organisationsteam hoffen jetzt, dass morgen Nachmittag zumindest trockenes Wetter herrscht. Punkt 14 Uhr beginnt der von fünf Spielmannszügen sowie Musikkapellen begleitete Festumzug durch die Innenstadt. Ein Ereignis, auf das sich nicht nur rund 400 Schüler und die Mitglieder der ehemaligen Vereine, sondern auch viele andere Glückstädterinnen und Glückstädter freuen.

Vom Marktplatz aus marschiert der Tross über den großen Schwibbogen durch die Bohnstraße und am Fleth entlang. Dann geht es durch Königstraße, Reichentraße zum Hafen und über die Große Deichstraße entgegen der Fahrtrichtung zurück zum Süderfleth und weiter in Richtung Steinburg-Apotheke am Markt. Dort teilt sich der Umzug dann wie folgt:

Zwei Schülergruppen marschieren durch die Große Kremperstraße bis zum Bahnübergang und teilen sich hinter den Schranken ein weiteres Mal. Die Gruppe „Poppenhuus“ biegt hinter den Bahnübergang nach rechts in die Bahnhofstraße ab und marschiert bis zum Werksgelände der Stadtwerke. Dort stehen Busse auf dem nahen Parkplatz bereit. Die Gruppe „Gymnasium“ marschiert geradeaus weiter durch die Itzehoer Straße bis zum Dänenkamp, wo der Umzug am Gymnasium endet.

Drei andere Schülergruppen marschieren ab der Steinburg-Apotheke durch den großen Schwibbogen und über Friedrich-Ebert-Straße sowie den Janssenweg. An der Einmündung Carl-Legien-Straße wird der Festumzug schließlich ein letztes Mal gesplittet: Die 2. Klassen der Bürgerschule marschieren den Janssenweg weiter entlang bis zum Foyer des „Theater am Neuendeich“ am Janssenweg. Die 1. Klassen der Bürgerschule biegen vom Janssenweg nach rechts in die Carl-Legien-Straße ab und marschieren bis zur Schulhof-Einfahrt der Bürgerschule. Die Gruppe „Regionalschule“ biegt ebenfalls vom Janssenweg nach rechts in die Carl-Legien-Straße ab und marschiert weiter über die Carl-Legien-Straße und die Königsberger Straße bis zur Pausenhalle der Regionalschule.

Auch wenn es abends keinen Rückmarsch zum Marktplatz geben wird, hoffen Heike Jönßon-Rieck und der Verein ehemaliger Bürgerschüler, dass die Glückstädter – so wie früher – die Umzugsstrecke mit Fahnen schmücken. Apropos früher: „Ich würde mir wünschen, dass sich alle Kinder zum Vogelschießerumzug wieder festlicher anziehen“, meinte eine Glückstädterin via Facebook.


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