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Vorentscheidung für den Umzug des Jugendzentrums

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 23.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Mit den Stimmen der CDU spricht sich der Finanzausschuss der Stadt für einen Umzug des Wilsteraner Jugendzentrums vom Bischofer Deich in das ehemalige Hausmeisterhaus am Schulzentrum aus. „Wir müssen das jetzt endlich auch mal umsetzen“, betonte Fraktionssprecher Mark Dethlefs. Dabei hängt die Finanzierung mehr denn je in der Luft.

Eigentlich sollte das neue Domizil für die Jugend der Stadt aus Städtebauförderungsgeldern bezahlt werden. Entsprechende Zusagen hatte es im Vorfeld auch gegeben. Inzwischen kommen aus Kiel allerdings Signale, dass eine Förderung für diesen Zweck nicht mehr stattfinden könne. Im Finanzausschuss war daher auch eine Alternative diskutiert worden. So könnte der bereits zum 1. April 2016 gekündigte Mietvertrag für das JuZe in dem Gebäude am Bischofer Deich noch einmal für ein Jahr verlängert werden. „Es wäre ja nicht so tragisch, wenn wir den Umzug noch einmal um ein Jahr verschieben“, meinte SPD-Ratsherr Eike Starck.

Die Christdemokraten hingegen wollen nicht länger warten. Sie sehen in dem neuen Standort erhebliche Vorteile wie die unmittelbare Nähe zur Schule. Dethlefs: „Das führt die Jugend in der Wilstermarsch besser zusammen.“ Sein Parteifreund Andreas Prüß verspricht sich durch den Umzug auch eine spürbare Belebung der Einrichtung. Zudem verweist die CDU auf zahlreiche Jugendliche auch in den Reihen der Flüchtlinge, für die das neue Jugendzentrum eine gute Anlaufstelle sein könne.

Verbunden ist die Umsiedlung allerdings auch mit Kosten. So müsste das zunächst von der Stadt vom Schulverband angemietete Gebäude insbesondere im Sanitärbereich für jugendlichen Publikumsverkehr hergerichtet werden. Bis dahin können die Toiletten in der angrenzenden Gemeinschaftsschule genutzt werden. Im Raum steht ein Investititionsbedarf von rund 50  000 Euro. „Das geht sicher auch erheblich billiger“, fügte Mark Dethlefs hinzu.

SPD-Ratsherr Helmut Jacobs meldete allerdings grundsätzliche Bedenken an. Weil es sich bei den Ausgaben um freiwillige Leistungen handele, könnte die Kommunalaufsicht hier noch einen Strich durch die Rechnung machen. Entsprechende Ausgaben im Haushalt müssen von der Itzehoer Aufsichtsbehörde genehmigt werden, weil die Stadt hochverschuldet ist. Am Ende stimmten die vier CDU-Vertreter im Ausschuss für den Umzug. Vorsitzende Natascha Böhnisch votierte dagegen, die beiden übrigen SPD-Mitglieder enthielten sich.

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