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Gesellschaft : Von weltweiten Krisen und Steinburger Chancen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kreis und Stadt veranstalteten gemeinsamen Neujahrsempfang im Pädagogischen Zentrum in Itzehoe.

Momente des Innehaltens, des Nachdenkens und viel Zeit für Gespräche: Das bot der Neujahrsempfang des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe den zahlreichen Gästen am Freitagabend im Pädagogischen Zentrum. Ein herausragendes musikalisches Rahmenprogramm, gestaltet von Schülern, Lehrern und Eltern aus dem Sophie-Scholl-Gymnasium sorgte für einen besonderen stimmungsvollen Verlauf der Veranstaltung. Das Orchester unter der Leitung von Sandra Buschmann, der „Hardchor“ der Mittelstufe um Thomas Neumann und die Bigband mit Reinhard Koch an der Spitze überzeugten mit anspruchsvollem Repertoire – und ernteten anhaltenden Applaus. „Musik vermag mehr auszudrücken als alle Worte“, merkte Landrat Torsten Wendt unter dem zustimmenden Beifall des Publikums an. Ebenso besondere Aufmerksamkeit erhielt auch die Ausstellung unter Federführung von Barbara Engel mit Schüler-Werken aus dem Kunstunterricht, wobei Schulleiterin Angelika Hartmann die Gelegenheit nutzte, auf das besondere musische Angebot des Gymnasiums hinzuweisen.

Landrat Wendt begrüßte die Gäste auch im Namen von Itzehoes Bürgervorsteher Heinz Köhnke und Kreispräsident Peter Labendowicz. Dieser ging in seiner späteren Ansprache auf politische und wirtschaftliche Entwicklungen Welt-weit und Steinburg-nah ein. Beim Neujahrsempfang sei es Sitte, gute Wünsche zu äußern, in der Hoffnung auf Erfüllung. Allerdings: Ein von ihm immer wieder geäußerter Wunsch, der nach Frieden, sei noch nie in Erfüllung gegangen. Labendowicz wies auf die vielen Krisenherde hin, die große Flüchtlingströme zur Folge haben, und auf die Terroranschläge in Paris, Istanbul und Jakarta. Die Auswirkungen der globalen Brutalität träfen „auch jedes Dorf in unserem Kreis“.

Der Kreispräsident schlug damit den Bogen zu den Asylbewerbern, denen in den Gemeinden Zuflucht gewährt werde. „Es ist schon eine Riesen-Herausforderung“, so Labendowicz, der betonte: „Ich bin stolz auf alle Steinburger.“ Nach der beispielhaften Willkommenskultur, die hier gezeigt werde, werde es gelingen, die Menschen aus den Kriegs- und Krisengebieten zu integrieren. Der Kreispräsident verband damit den Dank an alle ehrenamtlichen hauptamtlichen Helfer. Doch richtig sei auch der Gedanke, dass das ehrenamtliche Engagement nicht überstrapaziert werden dürfe. Die Bundesregierung sei gefordert, den Flüchtlingszustrom in geordnete Bahnen zu lenken, um den sozialen Frieden zu bewahren und „nicht unsere Werteordnung außer Kraft setzen zu lassen“. Labendowicz: „Gewalt gegen Frauen geht gar nicht!“

Kurz beleuchtete er weitere Themen, die 2015 den Kreis Steinburg bewegten: Bürgermeisterwahlen, Freigabe der Störbrücke, der A20-Bau und die aus Sicht des Kreispräsidenten „verpasste Jahrhundertchance“, die olympischen Spiele nach Hamburg und Schleswig-Holstein zu holen. Ausgesprochen positiv dagegen die Entwicklung auf dem Breitbandsektor. Im Jahr 2018 werde das gesamte Kreisgebiet Anschluss ans schnelle Internet haben – und damit Vorreiterrolle im Land einnehmen. Labendowicz wies auf die Diskussionen um den Sporthallen-Neubau am Detlefsen-Gymnasium in Glückstadt ebenso wie um den HVV-Beitritt hin. Die Anbindung sei für die Attraktivität der Region wichtig. Auch wenn der Wirtschaftsminister das Projekt nicht wolle: „Wir werden mit Nachdruck daran arbeiten“, betonte Labendowicz. Insgesamt aber dürfe man gerne mal zufrieden sein, „mit dem was man hat“. Der Kreis sei gut aufgestellt, meinte er und sah sich da auf einer Linie mit dem Landrat: „Der Kreis Steinburg ist der schönste Kreis.“  

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erstellt am 08.Feb.2016 | 12:00 Uhr

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